02.01.2018

1968 in Westfalen: LWL veröffentlicht Buch über Protestbewegung

Westfalen (wh). Demonstrationen auf dem Prinzipalmarkt in Münster, „Teach-Ins“ in den neu gegründeten Universitäten von Bielefeld und Bochum, die Gründung von Landkommunen: Die 1968er-Bewegung entfaltete auch in der Provinz ihre Wirkung. Noch heute, 50 Jahre später, sind die Folgen dieses politischen und kulturellen Aufbruchs sichtbar.

Das Buch „1968 in Westfalen. Akteure, Formen und Nachwirkungen einer Protestbewegung“ ergründet die Konflikte und gesellschaftlichen Veränderungen. „1968 hat die Gesellschaft, Politik und Kultur in der Region Westfalen verändert – und das intensiver und tiefgreifender als andere Zeitabschnitte“, betont Prof. Dr. Thomas Großbölting, Autor des Bandes und Historiker an der Universität Münster.

In Westfalen machten zahlreiche kleine Konflikte die Bedeutung von 1968 aus. Es gab zwar keinen westfälischen Rudi Dutschke, aber Aktionen wie die Proteste gegen die Notstandsgesetze im Mai 1968 in Bochum oder der Sturm von Studierenden auf das Fürstenberghaus der Universität Münster im Juni 1969 zeigten ihre Wirkung. Noch heute sei der Wandel spürbar, so Prof. Großbölting. Zum Beispiel in einem Zugewinn an Liberalität, ökologischem Bewusstsein und der Gleichstellung von Mann und Frau.

„1968 in Westfalen. Akteure, Formen und Nachwirkungen einer Protestbewegung“, herausgegeben vom Institut für westfälische Regionalgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), ist im Ardey-Verlag zum Preis von 13,90 Euro erschienen.

 

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