Für die Tiere, die an und in der Brücke lebten, wurden neue Unterschlupfmöglichkeiten gefunden. Foto: Hannah Heyn / Märkischer Kreis
22.11.2022

Abriss der Rahmedetalbrücke rückt näher

Weitere Hürden auf dem Weg zum Abriss der maroden Rahmedetalbrücke sind genommen: Die Artenschutzmaßnahmen und Grundstücksverhandlungen sind erfolgreich abgeschlossen.

Für die Tierarten, die von einem Abriss betroffen sind, konnten Ausweichquartiere gefunden werden. So sind etwa für die mehr als 1000 Zwergfledermäuse einige Türme entstanden, in denen sie Unterschlupf finden. Auch für die Wanderfalken, die in der Brücke gebrütet haben, und die Haselmäuse, die in ihrem Schatten ihre Kobel hatten, wurden neue Quartiere geschaffen, berichtet der Märkische Kreis.

Eine Erfolgsmeldung gibt es auch beim Grundstückserwerb. Demnach konnten alle Grundstücksverhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Auch ausreichend Ausgleichs- und Kompensationsflächen seien geschaffen worden, heißt es weiter.


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Eine Sprengung der Brücke noch in diesem Jahr ist dennoch unwahrscheinlich. Zuletzt hatten mehrere Medien berichtet, dass der Abriss der Brücke erst 2023 erfolgen könne. Die Autobahn Westfalen GmbH hat daraufhin lediglich mitgeteilt, dass eine spätere Sprengung der Talbrücke Rahmede keinen Einfluss auf die Planung und den Neubau der Brücke im Verlauf der A45 bei Lüdenscheid habe. Erste vorbereitende Maßnahmen für die Sprengung liefen  allerdings bereits auf Hochtouren.

wsp

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