Abschied vom „Münster-Tatort“
Fast 23 Jahre lang spielte Mechthild Großmann die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm in der Krimi-Reihe.
Die 76-Jährige verabschiedete sich bei der Premiere der „Tatort“-Folge „Die Erfindung des Rades“ vom Publikum ihrer Heimatstadt Münster. Gemeinsam mit Axel Prahl („Kommissar Thiel“), ChrisTine Urspruch („Silke Haller“) und Claus Dieter Clausnitzer („Vadda“) präsentierte sie den 48. Fall bei einer Kinovorstellung in vier Sälen mit rund 1500 Zuschauerinnen und Zuschauern. In „Die Erfindung des Rades“ ermitteln Thiel und Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) im Umfeld einer Fahrradmanufaktur, nachdem bei einer Produktvorstellung des seit fünf Generationen bestehenden Unternehmens die Leiche eines Familienmitglieds gefunden wird. Und die Staatsanwältin zeigt in diesem Fall ein ganz besonders ausgeprägtes Interesse…

Mechthild Großmann als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm im Tatort „Die Erfindung des Rades“, zu sehen am 7. Dezember um 20.15 Uhr im Ersten. Foto: WDR/Frank Dicks
Großmann prägte mehr als zwei Jahrzehnte lang die schrullige Figur mit rauchiger Stimme. Ihr trockener Humor bildete einen Gegenpart zu den mitunter klamaukigen Auftritten von Thiel und Boerne. Mit fast 77 Jahren will die Schauspielerin nun etwas kürzer treten. Schließlich spiele sie nach wie vor Theater, produziere Hörspiele und gestalte Lesungen, heißt es beim WDR. Anfang kommenden Jahres tritt die Wahl-Hamburgerin in „Das Vermächtnis“ im Theater Münster auf. Zu hören ist ihre charakteristische Stimme derzeit außerdem in einem Lichterspektakel im St. Paulus-Dom in Münster. Großmanns letzter Auftritt im Münster-Tatort „Die Erfindung des Rades“ ist im Ersten Programm am 7. Dezember um 20.15 Uhr zu sehen.
wsp