„Alarmierend“
Mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche haben bei der U16-Kommunalwahl ihre Stimme abgegeben. SPD und CDU führen, Die Linke und die AfD legen zu.
Wahlsieger der symbolischen Abstimmung ist die SPD mit 24 Prozent, sie konnte sogar um einen Prozentpunkt gegenüber der U16-Wahl vor fünf Jahren zulegen. Die CDU kommt mit 22,9 Prozent auf Platz zwei, verliert jedoch knapp zwei Punkte. Auf Platz drei folgt Die Linke mit 14,9 Prozent – ein Plus von mehr als zehn Punkten. Ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von rund zehn Punkten konnte die AfD verbuchen, die mit 11,5 Prozent auf Platz vier in der Gunst der Kinder und Jugendlichen landet. Die Grünen erreichen 10,6 Prozent – ein deutliches Minus gegenüber 2020. Damals lag die Partei bei der U16-Wahl bei 27,3 Prozent.
Wahllokale in Jugendheimen und Schulen
„Menschen wählen die Parteien, denen sie zutrauen, ihre Interessen zu vertreten – das ist bei Kindern und Jugendlichen nicht anders“, sagt Maja Tölke, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW, zu den Ergebnissen. Das deutliche Plus bei der rechtsextremen AfD nennt sie „alarmierend“. Das Ergebnis müsse eine Botschaft für alle demokratischen Parteien sein: „Wer Kinder und Jugendliche, ihre Themen und Lebenswelten thematisiert und glaubhaft Lösungen für ihre Wünsche und Sorgen anbietet, wird von ihnen auch gewählt.“
Im Rahmen der U16-Wahl konnten Kinder und Jugendliche in über 300 Wahllokalen bei Jugendverbänden, in Jugendheimen und Schulen in NRW ihre Stimme abgeben. Koordiniert wird die U16-Wahl vom Landesjugendring NRW. Bei der Kommunalwahl am Sonntag darf ab 16 Jahren abgestimmt werden.
wsp