31.07.2019

Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt

Die Arbeitslosigkeit ist in Westfalen leicht gestiegen: Ende Juli waren in der Region 281.747 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 6,2 Prozent. Vor einem Monat lag die Arbeitslosigkeit noch bei 6,1 Prozent. Auch landesweit verzeichneten die Arbeitsagenturen ein leichtes Plus.

Der Arbeitsmarkt zeige sich von seiner „typisch sommerlichen Seite“, sagte Christine Schönefeld, Chefin der NRW-Arbeitsagentur. Das Anstieg sei saisonal bedingt: „Der Arbeitsmarkt hat sich im Juli weiter robust gegen eine derzeit leichte konjunkturelle Abkühlung gezeigt: Landesweit liegt der für die Jahreszeit übliche Anstieg der Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen knapp unter dem langjährigen Durchschnitt.“
Den größten Zuwachs in der Arbeitslosigkeit verbuchte die Gruppe junger Menschen unter 25 Jahren. Ursache hierfür sei das Ende der betrieblichen Ausbildungen; viele Absolventen meldeten sich danach für eine Übergangszeit arbeitslos.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Arbeitsmarkt positiv entwickelt. So ist in Westfalen die Quote seit Juni 2018 um 0,1 Prozentpunkte gesunken.

Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres zeigt die Statistik der Arbeitsagenturen, dass die Betriebe in einigen Regionen Westfalens bereits Schwierigkeiten haben, Nachwuchskräfte zu finden. So gibt es im Münsterland und in Südwestfalen mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Landesweit ist der Ausbildungsmarkt nahezu ausgeglichen, jedoch sind insgesamt noch mehr als 40.000 Lehrstellen unbesetzt.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Politik/Wirtschaft"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL!

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin! Jetzt einfach kostenlos ausprobieren!