13.07.2011

Arbeitsplatz trotz Behinderung: Job-Coaches sind westfälisches Erfolgsmodell

Westfalen (wh). In über 7000 Fällen hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im vergangenen Jahr Menschen mit Behinderungen finanziell im Job unterstützt, so dass unter anderem 372 behindertengerechte Arbeits- und Ausbildungsplätze neu geschaffen werden konnten. Das berichtete jetzt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning dem Sozialausschuss des Verbandes.
Ein wegweisendes Erfolgsmodell des LWL in Sachen beruflicher Förderung ist das sogenannte Job-Coaching für Menschen mit psychischen Erkrankungen, geistigen Behinderungen oder Hirnschädigungen. Die behinderten Arbeitnehmer werden dabei durch einen "Kollegen auf Zeit" tageweise unterstützt, um sich in einem Betrieb einzugewöhnen und besser zu orientieren.
Im vergangenen Jahr waren die Job-Coaches bei 127 behinderten Mitarbeitern im Einsatz, bald könnten es noch mehr werden. "Weil sie unter Fachkräftemangel leiden, müssen viele Betriebe ihre Leistungsträger von einfachen Tätigkeiten entlasten, damit diese sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können. Dazu können Menschen mit Behinderung eingestellt werden, die ihnen einfache Tätigkeiten abnehmen", erklärte Münning. Um eine Begleitung der zusätzlichen Mitarbeiter zu ermöglichen, plant das LWL-Integrationsamt, den Einsatz der Helfer auszuweiten.

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