Ein Bild, das in der Ausstellung zu sehen ist – aufgenommen am 5. Februar 2005: Ein irakisches Mädchen hält sich die Ohren zu, als ein Marine der 1. Division im Zentrum der schwer bewachten Stadt Falludscha patrouilliert. / Foto: Anja Niedringhaus/AP
29.03.2019

Ausstellung „Bilderkriegerin“ für Anja Niedringhaus

Das Käthe Kollwitz Museum ehrt die aus Höxter stammende Kriegsfotografin Anja Niedringhaus mit der ersten posthumen Retrospektive. Die Ausstellung „Bilderkriegerin“ präsentiert vom 29. März bis 30. Juni das Werk der vielfach ausgezeichneten Journalistin, die am 5. April 2014 in Afghanistan einem Attentat zum Opfer fiel.

Die Schau bietet Einblick in den umfangreichen Nachlass von Niedringhaus, der sowohl Bilder aus Kriegs- und Krisenregionen als auch Porträts und Sportfotografien umfasst. Im Auftrag der Nachrichtenagentur AP schuf sie zahlreiche ikonische Aufnahmen, die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurden und sich auf den Titelbildern zahlreicher internationaler Tageszeitungen und Magazine fanden.

ZDF plant Doku-Drama

Die Ermordung der Fotografin rief vor fünf Jahren ein weltweites Medienecho und große Trauer hervor. Anja Niedringhaus führte mit eindringlichen Bildern Schicksale von Menschen in Krisengebieten vor Augen. Auch galt sie unter Kolleginnen als eine Wegbereiterin in einem Beruf mit sehr geringem Frauenanteil.

Anja Niedringhaus. / Foto: FAZ-Foto, Wolfgang Eilmes

Anja Niedringhaus. / Foto: FAZ-Foto, Wolfgang Eilmes

Das ZDF plant ein Doku-Drama über das Leben und Schaffen der Fotojournalistin. Die Regie für den dokumentarischen Teil übernimmt unter anderem die Journalistin Sonya Winterberg, die Anja Niedringhaus persönlich kannte. Sie kuratierte auch die Ausstellung in Köln.

wsp

Weitere Informationen zur Ausstellung „Anja Niedringhaus – Bilderkriegerin“.

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