"Seelen der Nachbarschaft" sind die Trinkhallen im Ruhrgebiet. Foto: Wolfgang Schneider
28.10.2019

Ausstellung blickt in die „Seele der Nachbarschaft“

Eine Hommage an die Trinkhallen des Ruhrgebiets ist die neue Ausstellung in der Schuhfabrik in Ahlen. Sie zeigt Fotografien der „Kleinstgeschäfte“, die immer noch typisch für das Revier sind.

Seit 1976 fotografiert Wolfgang Schneider die Büdchen. Seine Schau mit dem Titel „Trinkhallen – die Seelen der Nachbarschaft“ zeigt die Typenvielfalt der Trinkhallen, die sich auf Plätzen und in Häusernischen finden lassen. Schneiders Bilder verdeutlichen, dass die kleinen Geschäfte auch Orte für Kommunikation sind. Kunden kommen ins Gespräch, Klatsch und Tratsch aus der Nachbarschaft wird ausgetauscht.

Etwa 8000 Trinkhallen gibt es noch im Ruhrgebiet. Sie dienen der Nahversorgung und übernehmen auch soziale Funktionen. Ursprünglich seien die Trinkhallen Mitte des 19. Jahrhunderts übrigens zu einem anderen Zweck gegründet worden, teilt die Schuhfabrik mit: Mineralwasseranbieter hätten diese in den Industriestädten errichten, um die Volksgesundheit zu verbessern.

Früher und heute ein sozialer Ort: die Trinkhallen im Revier. Foto: Wolfgang Schneider

Früher und heute ein sozialer Ort: die Trinkhallen im Revier. Foto: Wolfgang Schneider

Die Schau ist auf der Ausstellungsfläche „etage eins“ zu den Öffnungszeiten der Schuhfabrik zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie hier.

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