Otto Modersohn, Die Wolke, um 1890. Foto: Otto-Modersohn-Stiftung
28.01.2020

Ausstellung „Dunkle Romantik“ in Tecklenburg

Das Otto-Modersohn-Museum zeigt in der Ausstellung „Dunkle Romantik“ Landschaften des westfälischen Künstlers Otto Modersohn.

Die ausgestellten Werke stammen aus der Zeit 1890 bis 1892 und sind während einer kurzen, aber entscheidenden Phase der Entwicklung des Künstlers entstanden. Nebel, dunkle Wolken, schwarze Baumsilhouetten und Schatten lassen die Bilder aus dieser Zeit geheimnisvoll wirken.

Schon als junger Student hatte Modersohn das Ziel, seine Landschaftsbilder mit einer subjektiven Stimmung zu „beseelen“. Er wollte mit den Landschaften „Ideen“ auszudrücken: das „Lyrische“, das „Feierliche“, das „Geheimnisvolle“, das „Phantastische“.

Düstere Fantasiebilder

Als er im Sommer 1889 zum ersten Mal nach Worpswede reiste, war er begeistert von den „stürmischen Tagen“, den „jagenden Wolken“ und dem „dunklen Moor“. Die raue Natur in Worpswede inspirierte den jungen Maler zu seinen eher düsteren Fantasiebildern, die der Epoche der Dunklen Romantik zugeordnet werden können.

Modersohns Werke werden im Zusammenhang mit drei Gemälden des international bekannten österreichischen Künstlers Arnulf Rainer gezeigt. Bekannt wurde Rainer vor allem durch seine Maltechnik der „Übermalung“ und „Zumalung“. Im Dialog mit den Gemälden von Arnulf Rainer tritt die malerische Dramatik von Modersohns Bildern besonders hervor.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. März zu sehen. Weitere Infos finden Sie hier.

wsp

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