Die Familie Oosterveld: Johan und sein Frau Dientje (r.) sowie seine Mutter, die Annie Opoe (Oma) nennen durfte. Das Foto wurde erst nach 1945 aufgenommen. Die Oostervelds haben Annie und Sini ab Ende 1942 bis zum 1. April 1945 versteckt. Foto: Kolle-Kaal-Fördervereine.V.
02.09.2019

Ausstellung: „Und im Fenster der Himmel“

Die Überlebensgeschichte zweier kleiner jüdischer Mädchen in den von den Nazis besetzten Niederlanden steht im Zentrum der Ausstellung „Und im Fenster der Himmel“, die das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten zeigt.

Als die Deutschen die Niederlande besetzen, gerät die achtjährige Jüdin Annie de Leeuw gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Sini in große Gefahr. Eine Bauernfamilie versteckt die Mädchen ab 1942 in einer Kammer im Dachgeschoss. Dort harren sie bis 1945 aus, sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung und leben ständig in der Angst, entdeckt zu werden.

Annie und ihre Schwester haben überlebt. Und Annie hat später als Johanna Reiss ihre Erlebnisse in einem Buch verarbeitet. „Und im Fenster der Himmel“ heißt das Jugendbuch, das 1972 auch in deutscher Sprache erschien und in vielen Schulklassen gelesen wird. Die gleichnamige Schau im Jüdischen Museum Westfalen zeigt das Schicksal der beiden Schwestern. Aber mehr noch: Sie spannt einen Bogen in die heutige Zeit und führt vor Augen, wohin Vorurteile und Intoleranz führen können.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 20. Dezember 2019. Zur Ausstellung bietet das Museum für Schulklassen ein besonderes Programm. Weitere Informationen lesen Sie hier.

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