Haus Stapel in Havixbeck gilt als eines der größten und schönsten Wasserschlösser des Münsterlandes. Hier der Blick auf das Haupthaus. Foto: Gerd Radeke
26.07.2022

Auszeichnung für „Haus Stapel“

Haus Stapel bei Havixbeck wird als „National wertvolles Kulturdenkmal“ von der Bundesregierung gefördert. 260.00 Euro aus dem Förderprogramm der Kulturstaatsministerin fließen in die Sanierung des münsterländischen Wasserschlosses.

Im Mittelpunkt steht die Instandsetzung des Haupthauses. Die Schieferdächer und Fenster sollen mit Unterstützung von Fördergeldern von Bund sowie dem Land NRW repariert und erneuert werden. Auch die Fassade des Herrenhauses sei sanierungsbedürftig, erläutert die Schlossbesitzerin Mechthild Freifrau Raitz von Frentz.

Haus Stapel zählt zu den größten Wasserschlössern Westfalens. Es wurde von 1819 bis 1827 vom Domherrn Ernst Konstantin von Droste zu Hülshoff, einem Onkel der Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff, als Einfamilienhaus mit 55 Zimmern für seine kinderreiche Familie erbaut. Baumberger Sandsteinquader wurden als Baumaterial genutzt. Seit den späten 1960er Jahren ist ein Teil des Schlosses vermietet, zudem gibt es dort Ateliers für bildende Künstler. Bei den „Schlosskonzerten“ hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, einen unmittelbaren Eindruck des versteckt liegenden Anwesens zu erhalten. Freifrau Raitz von Frentz bietet Führungen durch den Schlossgarten an, dessen historische Substanz noch zu großen Teilen erhalten ist.

Haus Stapel wird heute als Mehrfamilienhaus mit Ateliers genutzt. Regelmäßig finden Konzerte und Gartenführungen statt. Foto: Gerd Radeke

Haus Stapel wird heute als Mehrfamilienhaus mit Ateliers genutzt. Regelmäßig finden Konzerte und Gartenführungen statt. Foto: Gerd Radeke

Einer breiteren Öffentlichkeit ist Haus Stapel aus Filmen bekannt. Regisseure schätzen das noch weitgehend erhaltene Interieur, zu dem unter anderem französische Handdrucktapeten vom Anfang des 19. Jahrhunderts zählen. So war das Wasserschloss bereits Schauplatz von Filmen wie „Das Gelübte“ und „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf. 

wsp

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