02.05.2017

Brexit-Auswirkung: Deutlich mehr Briten beantragten in Westfalen den deutschen Pass

Westfalen (wh). 10.347 Männer und Frauen mit Einwanderungsgeschichte haben im vergangenen Jahr in Westfalen den deutschen Pass erhalten. Die Zahl der Einbürgerungen ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht, um 0,7 Prozent, gestiegen, zeigt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes.

Auffällig dabei ist, dass deutlich mehr Briten sich entschieden, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. So wurden 2015, also im Jahr vor der Brexit-Entscheidung, 62 Einbürgerungen von Briten in Westfalen gezählt. 2016 waren es 273, also mehr als vier Mal so viele, zeigt die Statistik.

Die meisten der neuen Staatsbürger in der Region hatten zuvor jedoch die türkische, polnische oder kosovarische Staatsbürgerschaft. Sie lebten in vielen Fällen seit mehr als 15 Jahren in Deutschland, berichtet das Statistische Landesamt. Zugenommen hat die Zahl der Einbürgerungen vor allem in den Landkreisen im Münsterland sowie in Süd- und Ostwestfalen. Viele Großstädte im Ruhrgebiet verzeichneten hingegen einen Rückgang.

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