CDU ist Wahlsieger
Die CDU bleibt stärkste Kraft bei den Kommunalwahlen in Westfalen. Ausnahmen sind das Ruhrgebiet und Münster.
Während Wählerinnen und Wähler bei den Ratswahlen in den Landkreisen mehrheitlich für die CDU stimmten, dominiert in den meisten Ruhrgebietsstädten die SPD. Spitzenreiter ist Hamm mit 46,2 Prozent für die Sozialdemokraten; hier wurde auch der SPD-Oberbürgermeister Marc Herter mit 63,6 Prozent im Amt bestätigt. In Münster erreichten die Grünen 31,6 Prozent der Stimmen und sind Wahlsieger. Hier geht Grünen-Kandidat Tilman Fuchs am 28. September in die Stichwahl mit CDU-Kandidat Georg Lunemann.
Insgesamt gingen 33,8 Prozent der Stimmen bei der Kommunalwahl in den westfälischen Städten und Kreisen zur CDU, das sind 1,2 Prozentpunkte weniger als bei den Wahlen vor fünf Jahren. Die SPD erreicht 25,3 Prozent, ein Minus von 2,5 Punkten. Deutliche Verluste müssen die Grünen verkraften. Sie erhielten 12 Prozent der Stimmen und damit 6,5 Punkte weniger als 2020. Die FDP geht mit einem Minus von 1,8 Punkten aus der Wahl und erreicht 3,6 Prozent. Den stärksten Zuwachs konnte die AfD mit 10,2 Punkten auf 15,2 Prozent verbuchen. Die Linke gewinnt ebenfalls und kommt mit plus 1,8 Punkten auf 5,3 Prozent. Mit diesen Ergebnissen liegt Westfalen im Landestrend. Hier war die CDU mit 33,3 Prozent ebenfalls Wahlsieger, die SPD liegt mit 22,1 Prozent knapp unter dem regionalen Ergebnis, während die Grünen mit 13,5 Prozent landesweit etwas besser abschneiden als in Westfalen. Das Ergebnis der FDP fällt in NRW um 0,1 Punkte höher aus als in Westfalen. Die AfD liegt im Land mit 14,5 Prozent leicht unter ihrem regionalen Wert.
SPD stärkste Kraft im Ruhrparlament
In den Städten und Kreisen im Ruhrgebiet wurde außerdem die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr, also das Ruhrparlament, gewählt. Als stärkste Kraft geht hier die SPD mit einem Stimmenanteil von 28,4 Prozent (minus 2,3 Punkte) aus der Wahl hervor, die CDU folgt auf Platz zwei mit 26,3 Prozent (minus 1,7 Punkte). Die AfD legt um 11,3 Punkte auf jetzt 18,2 Prozent zu. Damit sind die Grünen nur noch viertstärkste Kraft im Revier. Sie holten 10,9 Prozent (minus 7,8 Punkte). Die Linke kommt auf 5,7 Prozent (plus 1,4 Punkte) und die FDP auf 2,6 Prozent (minus 1,6 Punkte).
Deutliche Unterschiede gibt es bei der Wahlbeteiligung in der Region: Münster (64,8 Prozent) sowie die Kreise Coesfeld (65,6) und Höxter (64,4) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt von 56,8 Prozent und dem regionalen Schnitt von 57,3 Prozent. Besonders wenige Bürgerinnen und Bürger haben sich hingegen in Hagen (47,9), Herne (48,3) und Gelsenkirchen (49,6) beteiligt.
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