Taubenauflass der Reisevereinigung Union Castrop in den 1960er Jahren. Foto: LWL / Helmut Orwat
30.07.2020

Der Wandel im Verhältnis von Mensch und Tier

Wie hat sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier im Ruhrgebiet und in Westfalen seit der Industrialisierung verändert? Dieser Frage geht die aktuelle Ausstellung „Boten, Helfer und Gefährten“ nach, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum präsentiert.

Von wilden Tieren über Nutztiere hin zu Haustieren hat ein deutlicher Wandel im Verhältnis von Mensch und Tier stattgefunden. Während bis in die 1960er Jahre Menschen und Tiere noch gemeinsam gearbeitet haben und Pferde etwa lange Zeit für die Zechenarbeit in der Grube eingesetzt wurden, dominiert heute in der Arbeitswelt die Technik. Tiere haben hingegen als Haustiere in der Freizeit eine wichtige Bedeutung erhalten. Neue Ernährungsgewohnheiten und Trends wie Vegetarismus und Veganismus zeigen ebenfalls die Veränderungen der Beziehungen zu den Tieren.

Um die Beziehungen von Mensch und Tier im Wandel geht es in der neuen Ausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum. Das Foto aus den 1950er Jahren ist das Titelmotiv der Schau. Foto: LWL-Medienzentrum/Helmut Orwat

Um die Beziehungen von Mensch und Tier im Wandel geht es in der neuen Ausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum. Das Foto aus den 1950er Jahren ist das Titelmotiv der Schau. Foto: LWL-Medienzentrum/Helmut Orwat

Anhand von mehr als 300 Exponaten und zahlreichen Medienstationen wird die Vielfalt der Beziehung zwischen Mensch und Tier gezeigt. Das Spektrum reicht von Hausschweinehaltung im Ruhrgebiet, Galopprennsport, Brieftaubenzucht bis zu gegenwärtigen Trends wie „Urban Bee Keeping“, Pferdemädchen und Tierschutzdebatten.

Blick in die Ausstellung mit "Pottpauli", einem Maskottchen für Kinder im Revier. Foto: LWL / Gehrmann

Blick in die Ausstellung mit „Pottpauli“, einem Maskottchen für Kinder im Revier. Foto: LWL / Gehrmann

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Mensch und Tier im Ruhrgebiet entstanden und kann noch bis zum 25. Oktober besucht werden. Weitere Infos finden Sie hier.

wsp

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