Das römische Feldzeichen wird gehisst und militärische Formationen eingeübt. Foto: LWL/ P. Jülich
31.05.2021

Die Römer kommen

Im LWL-Römermuseum in Haltern am See zeigt die 3. Kohorte der 19. Legion wie das Leben vor 2000 Jahren in Römerlagern aussah.

Von Donnerstag bis Sonntag (03. bis 06.06.) zieht eine ganze Kohorte auf die Römerbaustelle Aliso in Haltern am See, teilt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit. Rund 20 Mitglieder der Römerkohorte aus Bergkamen geben unter der Leitung des Centurio Quintus Varius alias Wolfgang Hoffmann und gemeinsam mit Rekruten des LWL-Römermuseums Einblicke in das Legionärsleben zu Zeiten der römischen Kaiser.

Neben der militärischen Ausrüstung haben die Soldaten auch Alltägliches im Gepäck. Die Legionäre bauen in Haltern ihr Lager auf und zeigen, wie vor 2000 Jahren Mehl gemahlen und daraus Brot gebacken wurde, sie kochen typische römische Gerichte und demonstrieren, wie sich die Legionäre nach Feierabend bei Brett- und Würfelspielen die Zeit vertrieben haben.

Doch auch das militärisches Training kommt nicht zu kurz. Vormittags stehen Übungen verschiedener Marsch- und Kampfformationen in leichter Kleidung auf dem Plan. Nachmittags werden die Übungen dann in voller Montur wiederholt. Das ist „Schwerstarbeit“. Wog die Ausrüstung eines Legionärs inklusive Kettenhemd und Waffen doch mehr als 30 Kilogramm. Zu sehen sein wird bei den Übungen auch die berühmte „Schildkröte“. Eine Kampfformation, bei der sich die Soldaten zu allen Seiten mit Schildern schützt.

Museum ist geöffnet – Führungen digital

Im Museum, das wieder für Besucher geöffnet ist, stehen am Wochenende auch die „Römer Checker“ für Fragen bereit. Führungen durch die Sonderausstellung „Schatzkammer der Cäsaren“ sind aber weiterhin nur digital möglich.

Weitere Informationen zum Museumsbesuch gibt es hier: LWL-Römermuseum

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