Drohnenaufnahme vom Waldgebiet in Schwerte-Ergste nach dem Sturm im Januar 2018. / Foto: Wald und Holz NRW, Andreas Weber
26.02.2019

Drohnenaufnahmen offenbaren Waldschäden

Ein und dasselbe Waldgebiet vor einem Jahr und heute: Drohnenaufnahmen aus der Luft zeigen, wie erst Sturm Friederike im Januar 2018 und dann der Borkenkäfergroßbefall die Wälder geschädigt haben. Angefertigt wurden die Bilder vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW.

Im Waldgebiet in Schwerte-Ergste, einem Mischbestand aus Fichten, Buchen, Birken und Lärchen, knickte der Wind die großen Nadelbäume um. Nur manche Hänge wurden verschont. „Innerhalb weniger Stunden sind mehr Bäume umgefallen als wir sonst das ganze Jahr über nach und nach ernten“, so Förster Andreas Weber. Die Aufnahmen zeigen, dass viele der umgestürzten Stämme am Boden liegen. Deutlich ist aber auch, dass die Fichten, die verschont blieben, noch grün und gesund sind.

Ein Jahr später, im Januar 2019, zeigt sich die Situation dramatischer als nach dem Sturm: Viele der Fichten, die „Friederike“ überlebt haben, sind nun braun und abgestorben. Sie sind dem massiven Borkenkäferbefall zum Opfer gefallen. „Das sind Verhältnisse, mit denen wir in Zeiten des Klimawandels sicherlich häufiger zu tun haben werden“, befürchtet Andreas Weber.

Der folgende Bildvergleich zeigt den Bestand im Januar 2018: Nach dem Sturm Friederike waren die stehen gebliebenen Fichten im Waldgebiet Schwerte-Erste noch grün. Wenn Sie den Regler in der Bildmitte nach links schieben, können Sie erkennen, dass die meisten Fichten dort nun braun und abgestorben sind.

 

Dramatische Folgen hatte auch die Trockenheit des vergangenen Jahres: Der Bildvergleich zeigt Aufnahmen vom Elsebach zwischen Schwerte und Iserlohn. Im letzten Sommer war das Bachbett nahezu komplett ausgetrocknet (Regler nach rechts schieben). Nun fließt wieder ordentlich Wasser durch den Bach (Regler nach links). Die Böden im Wald benötigen jedoch weiterhin kräftige Niederschläge, um die Trockenheit aus dem Sommer auszugleichen, teilt der Landesbetrieb Wald und Holz mit. Die Fotos stammen von Andreas Weber von Wald und Holz NRW.

wsp

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