Erfolgreicher Gründer: Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK (links), und NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart gratulierten Alexander Hofmann von der Lüdenscheider Screwerk GmbH zum Gründerpreis 2018. Foto: MWIDE NRW/R. Sondermann
07.05.2019

Erster NRW-Startup-Monitor

Unternehmensgründer konzentrieren sich in vielen Fällen auf Ballungsräume wie das Ruhrgebiet oder die Großstädte im Rheinland, es gibt jedoch Tendenzen, die „Startups“ in den Regionen zu gründen, zeigt der NRW-Startup Monitor, den NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart vorgestellt hat.

Knapp ein Viertel der Teilnehmer der Startup-Studie sind im Raum Köln/Bonn angesiedelt, an zweiter Stelle der Regionen steht mit rund 20 Prozent die Region Ostwestfalen-Lippe. Das Ruhrgebiet liegt mit 18 Prozent im Mittelfeld; das Münsterland (7,1 Prozent) und Südwestfalen (2,7 Prozent) stehen weiter hinten. Experten zufolge ist ein Grund für diese Verteilung allerdings die überdurchschnittlich positive Situation auf den Arbeitsmärkten in den westfälischen Regionen: Wer einen sicheren und guten Job hat, denkt seltener über den Sprung in die Selbstständigkeit nach.

Hochschule als Gründerschmiede

Der Startup-Monitor untersuchte unter anderem auch, an welchen Hochschulen die Gründer studiert haben. Hier liegen die Universität Bielefeld (5,1 Prozent) und die Universität Paderborn (4,7 Prozent) an zweiter und dritter Stelle der Rangliste hinter der RWTH Aachen (10,2 Prozent) als Spitzenreiter. Die Ruhr-Universität Bochum (3,3 Prozent) und die TU Dortmund (2,3 Prozent) liegen weiter hinten. Bei den Fächern liegen Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften vorn, gefolgt von Informatik und Mathematik.

Bei einem Blick auf die Branchen zeigt sich, dass Startups in NRW in fast einem Drittel der Fälle im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie aktiv sind. Weitere Branchen wie die Konsumgüterindustrie, Banken und Beratung sind relativ gleichmäßig verteilt. Der Startup Monitor wird vom NRW-Wirtschaftsministerium gefördert und vom Startup-Verband in diesem Jahr zum ersten Mal herausgegeben. Die Studie basiert auf den Daten von 295 nordrhein-westfälischen Start-ups mit ihren 733 Gründern und 1975 Mitarbeitern, die im Rahmen der Befragung zum Deutschen Startup Monitor im Mai 2018 ermittelt wurden.

wsp

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