Das Stadtschloss, Sitz der Universität Münster. Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
06.05.2019

Exzellenzcluster erforscht Dynamik von Religionen

An der Universität Münster startet am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ das neue Forschungsprogramm „Dynamiken von Tradition und Innovation“. Am Freitag, 10. Mai, wird es feierlich eröffnet.

Das Exzellenzcluster erforscht seit 2007 das Verhältnis von Religion und Politik quer durch Epochen und Kulturen. Im Mittelpunkt der neuen Förderphase, die bis 2025 reicht, stehen die Faktoren, die Religion zum Motor für politischen und gesellschaftlichen Wandel machen.

Prof. Dr. Nils Jansen. Foto: Exzellenzcluster „Religion und Politik“

Prof. Dr. Nils Jansen. Foto: Exzellenzcluster „Religion und Politik“

„Zahlreiche Beispiele führen die gesellschaftliche Kraft von Religionen vor Augen“, erläutert der Sprecher des Exzellenzclusters, der Rechtshistoriker Prof. Dr. Nils Jansen: „Kirchlicher Protest in der DDR, Evangelikale Kräfte in der US-Politik, Islamisierung in der Türkei, der Einfluss orthodoxer Juden in Israel, das Umweltengagement religiöser Gruppen, ganz allgemein die christliche Codierung westlicher Rechtsordnungen und die auch heute rechtsprägende Autorität christlicher Kirchen in Institutionen wie dem Ethikrat: Religionen spielen in Umbruchprozessen eine zentrale Rolle.“

 

Die neue Förderphase des Exzellenzclusters wurde von Bund und Ländern mit einem Fördervolumen von 31 Millionen Euro bewilligt. Der interdisziplinäre Forschungsverbund ist der bundesweit größte dieser Art und unter den Exzellenzclustern in Deutschland einer der ältesten sowie der einzige zum Thema Religion. 140 Forschenden aus 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern und zehn Nationen wirken an rund 80 Einzelprojekten mit.

wsp

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