Facetten eines Lebenswerks
Warendorf präsentiert den Münsteraner Maler, Fotografen und Kunstdidakten Gerhard Uhlig in einer Ausstellung: „Form und Gestalt – Landschaft als Motiv“.
Uhlig, 1924 in Leipzig geboren und 2015 in Münster gestorben, hat ein facettenreiches künstlerisches Werk geschaffen: Bekannt ist er vor allem durch seine monumentalen Ölgemälde der 1960er Jahre sowie durch seine filigran-abstrakten Collage-Tuschezeichnungen aus den 1970er Jahren. Eine große Sonderausstellung im Dezentralen Stadtmuseum Warendorf präsentiert vom 25. Januar bis 19. April 2026 einige weitgehend unveröffentlichte Werke der figurativen Kunst. Ausgehend von den frühen Arbeiten der 1950er und 60er Jahre, die teils noch kubistisch beeinflusst waren, werden in Warendorf Bilder präsentiert, die Uhlig bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts geschaffen hat. Letztere zeigen Fragmente von Landschaften in Schwarz-Weiß und Farb-Kontrasten.
Kunstlehrer an Gymnasien
Eine Auswahl von Werken des Münsteraner Künstlers war 2023/24 bereits im Museum Haus Opherdicke im Kreis Unna zu sehen. Die kommende Ausstellung stellt im Historischen Rathaus in Warendorf nun weitere Facetten eines künstlerischen Lebenswerks vor.
Uhlig studierte nach dem Zweiten Weltkrieg bei Künstlern wie Josef Hegenbarth und Max Schwimmer an den Akademien in Dresden und Leipzig sowie später in München. Während des Studiums veröffentlichte er Illustrationen in großen deutschen Zeitungen und Zeitschriften. Uhlig präsentierte sein Werk in renommierten Galerien und nahm an internationalen Kunstausstellungen teil; durch seine Tätigkeit als Kunstlehrer an Gymnasien in Herford, Bielefeld, Münster und Coesfeld machte er sich vom Verkauf seiner Bilder unabhängig. Gleichzeitig engagierte sich Uhlig in Westfalen für die Kunsterziehung und prägte diese maßgeblich, heißt es in einem Beitrag des Gerhard-Uhlig-Archivs.
Das Gerhard-Uhlig-Archiv informiert über das bildnerische Werk und Ausstellungen.
wsp