21.11.2025

Fördermillionen für Sonderforschungsbereiche

Mit insgesamt 120 Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft neue Sonderforschungsbereiche – auch an der Universität Münster.

Die Universität Münster hat sich bereits in den vergangenen Jahren einen Namen in der Reproduktionsmedizin gemacht. Der Fokus dabei liegt vor allem auf der Erforschung männlicher Unfruchtbarkeit. Obwohl bei ungefähr der Hälfte aller ungewollt kinderlosen Paare dieser Faktor eine Rolle spielt, sind die Ursachen weitgehend unbekannt, heißt es von der Universität. Der neue SFB „Reproduction.MS – Molekulare Pathomechanismen männlicher Infertilität“ unter Leitung von Prof. Dr. Frank Tüttelmann vom Centrum für Medizinische Genetik knüpft an die bisher geleistete Arbeit der Münsteraner Wissenschaftler an und wird mit zwölf Millionen Euro gefördert. „Unser Ziel ist es, diese Wissenslücken zu schließen und damit nicht nur die Einblicke in die biologischen Grundlagen der menschlichen Reproduktion zu vertiefen, sondern auch, die Reproduktionsmedizin zu verbessern“, so Tüttelmann. Davon profitierten vor allem die Partnerinnen der unfruchtbaren Männer, denn die trügen die meisten Behandlungsrisiken bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit.

Weitere Förderungen für Unis in Bielefeld, Bochum, Paderborn und Münster

Weitere Sonderforschungsbereiche an westfälischen Universitäten werden fortgesetzt: An der Universität Bielefeld können sich die Forscherinnen und Forscher über eine weitere Förderung des SFB „Stark-wechselwirkende Materie unter extremen Bedingungen“ freuen. Dieser Bereich erhält zehn Millionen Euro für eine dritte Phase. Ebenfalls fortgesetzt wird der SFB „Erklärbarkeit konstruieren“ zur Forschung sozialer künstlicher Intelligenz an den Universitäten Paderborn und Bielefeld. 14 Millionen Euro wurden dafür bewilligt. An der Ruhr-Universität Bochum werden die SFB zur Plasmaforschung und zum „Extinktionslernen“, also den neuronalen Grundlagen von Lernen und Verlernen, verlängert. Und ein bereits bestehender SFB an der Universität Münster kann ebenfalls seine Arbeit fortsetzen: Unter dem Titel „Dynamische zelluläre Grenzflächen: Bildung und Funktion” beschäftigt sich ein Forscherteam mit der Frage, wie Zellen an ihrer Oberfläche miteinander in Kontakt treten und dabei Informationen, Stoffe und mechanische Kräfte austauschen. Für diese Arbeit fließen in den kommenden Jahren zwölf Millionen Euro.

wsp

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