27.03.2018

Forschung für die Energiewende: Einmaliges Testzentrum in Dortmund

Dortmund (wh). Im deutschlandweit einzigen Testzentrum seiner Art für Hochspannungstechnik in Dortmund wurden die ersten Versuche gestartet. Aktuell untersuche ein Forscherteam, wie sich Erdkabel unter extremer Hochspannung und bei verschiedenen Temperaturen verhalten, erklärte Joachim Berns vom Lehrstuhl für Hochspannungstechnik der TU Dortmund gegenüber dem Nachrichtenservice „Westfalen heute“.

Die Forscher der TU Dortmund beschäftigen sich vor allem mit der Frage, wie große Strommengen ohne Verlust über weite Strecken transportiert werden können. Damit leiste die Einrichtung einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende, so Berns. In dem neuen Zentrum werden unter anderem Betriebsmittel (z.B. Erdkabel) für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen (HGÜ) getestet. Damit soll es möglich werden, den in Offshore-Anlagen produzierten Strom verlustfrei bis nach Bayern zu transportieren. Mit der bisher üblichen Wechselstromtechnik gehen nicht unerhebliche Strommengen auf dem Transport über lange Distanzen verloren.

Offiziell eingeweiht wird das Zentrum erst mit einem Festakt am 27. September.

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