Die Fotografin Anja Niedringhaus (1965-2014). Foto: FAZ / Wolfgang Eilmes
17.05.2019

Forum Anja Niedringhaus: Kulturzentrum soll in Höxter eröffnen

Im historischen Tilly-Haus in Höxter soll das Forum Anja Niedringhaus eröffnen. Im Mittelpunkt des Kulturzentrums soll das Vermächtnis der renommierten Fotografin (1965-2014) stehen.

Niedringhaus machte sich als Bildjournalistin für die Nachrichtenagentur AP mit ikonischen Aufnahmen aus Kriegsgebieten sowie mit Sportfotografie einen Namen; ihre Ermordung in Afghanistan rief vor fünf Jahren ein weltweites Medienecho und große Trauer hervor. Derzeit sind ihre Werke in Ausstellungen im Museum Kunstpalast in Düsseldorf („Fotografinnen an der Front“) und im Käthe-Kollwitz-Museum in Köln („Bilderkriegerin“) zu sehen.

Bis 30. Juni im Kollwitz-Museum in Köln zu sehen. Das Bild eines US-Marines mit Maskottchen „GI Joe“ in Falludscha, Irak, im November 2004. Foto: Anja Niedringhaus/AP

Das Bild eines US-Marines mit Maskottchen „GI Joe“ in Falludscha, Irak, aus dem November 2004, ist bis zum 30. Juni im Kollwitz-Museum in Köln zu sehen. Foto: Anja Niedringhaus/AP

Die Ostwestfälin engagierte sich für die Pressefreiheit und für die Bevölkerung in Krisenregionen. Diese und weitere Themen sollen in Wechselausstellungen und bei Veranstaltungen im Forum Anja Niedringhaus ebenfalls eine Rolle spielen, sagte Christine Longère, Vorsitzende des Fördervereins für das Forum.

Zurzeit entwickelt der Verein zusammen mit Kulturakteuren das Konzept, gleichzeitig werden Fördergelder für die Sanierung des Fachwerkhauses aus dem 17. Jahrhundert und die Einrichtung der Ausstellungsräume gesammelt. Sind diese Voraussetzungen gegeben, könnte das Forum auf zwei Etagen und rund 200 Quadratmeter im sogenannten Tilly-Haus entstehen, das zum Adelshof der Familie Heisterman von Ziehlberg im Zentrum von Höxter gehört.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Forum Anja Niedringhaus war kürzlich die Zusage von Fördergeldern aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes; hier fließen 150.000 Euro in die Instandsetzung des Gebäudes.

Zu den weiteren Förderprojekten der Kulturstaatsministerin zählen in Westfalen die Sanierung der Orgel im Residenzschloss Detmold (200.000 Euro), das Kloster Oelinghausen in Arnsberg 280.000 Euro) und das Schloss Harkotten in Sassenberg (240.000 Euro).

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Kultur"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL!

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin!