Die Vermarktung des ehemaligen ZEchengeländes als gate.ruhr kann voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen. / Foto: RAG MI / Th. Stachelhaus
19.03.2019

gate.ruhr: Vermarktung soll 2020 in Marl starten

Die Stadt Marl treibt die Entwicklung des ehemaligen Bergwerksgeländes Auguste Victoria voran. Gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien GmbH soll eine Projektgesellschaft gegründet werden.

In der kommenden Woche (25. März) entscheidet der Rat der Stadt über die Gründung dieser Projektgesellschaft, die das Areal erschließen und vermarkten soll, teilt die Stadt Marl mit. Diese könnte zudem noch im März Fördermittel für „gate.ruhr“ beantragenZiel ist es, auf dem Gelände etwa 1000 Arbeitsplätze zu schaffen. Da der Rat der Stadt das Projekt nachdrücklich unterstützt, geht Bürgermeister Werner Arndt davon aus, dass auch die Gründung der gemeinsamen Gesellschaft große Zustimmung finden werde, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt weiter. 

In einer ersten Projektphase sollen dann etwa 14 Hektar Fläche erschlossen werden. Darin enthalten sind auch Umbaumaßnahmen von Straßen. „Wir sind fest entschlossen, noch in diesem Jahr mit der Erschließung und im nächsten Jahr mit der Vermarktung der ersten Flächen zu starten“, sagte Bauderzernentin Andrea Baudeck. 

gate.ruhr als Tor zum Ruhrgebiet

Etwa 30 Millionen Euro soll die erste Realisierungsphase kosten. Dazu wird die Stadt Marl voraussichtlich knapp neun Millionen Euro beisteuern. Eine Investition, die sich lohne: Gestützt auf ein ausführliches Gutachten erwartet die Stadt nach Abschluss der ersten Realisierungsphase Folgeinvestitionen von 50 bis 100 Millionen Euro, heißt es weiter.

Das insgesamt gut 90 Hektar große Areal der ehemaligen Schachtanlage Auguste Viktoria 3/7 gilt als eine der wenigen großen zusammenhängenden „Potentailflächen“ für Industrie- und Gewerbenutzung in NRW. Als Tor zum Ruhrgebiet soll es mögliche Investoren mit der guten Lage im „Herzen Europas“ sowie mit der trimodalen Anbindung an das Fernstraßen-, das Schienen- und das Bundeswasserstraßennetz überzeugen. Schon jetzt gebe es konkrete Anfragen zu den zukünftigen Industrie- und Gewerbeflächen, so die Stadt Marl. 

Ergänzung vom 26.03.2019: Der Rat der Stadt Marl hat der Gründung einer Projektgesellschaft zugestimmt.

wsp

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