21.05.2021

„Gegen jeden Antisemitismus“

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat eine Resolution „Gegen jeden Antisemitismus“ beschlossen. Damit reagiert der Stadtrat auf antisemitische Parolen und Demonstrationen vor der Synagoge.

In der Resolution heißt es: „Die demokratischen Fraktionen des Rates der Stadt Gelsenkirchen verurteilen die antisemitischen Vorfälle vom 12. Mai 2021 aufs Schärfste. Weder Hass, Hetze, Gewalt noch Antisemitismus werden in Gelsenkirchen toleriert. Der Rat der Stadt steht solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinde in unserer Stadt.“

Der Rat reagierte damit auf die Vorfälle in der Vorwoche, als rund 180 Demonstranten vom Bahnhofsvorplatz in Gelsenkirchen zur neuen Synagoge zogen und Hassbotschaften und judenfeindliche Parolen skandierten. Niemand sollte in Gelsenkirchen in Angst und Sorge leben müssen, heißt es in dem Beschluss weiter. Mit zusätzlichen Bildungsangeboten und Begegnungsräumen will der Rat zudem den interreligiösen und kulturellen Dialog in der Stadt stärken. „Denn Solidaritätskundgebungen und Resolutionen erfolgen immer nur als Reaktion auf bereits erfolgte Vorfälle, das gemeinsame Ziel der Stadtgesellschaft muss es aber sein, menschenfeindlichen Haltungen schon in ihrer Wurzel zu erkennen, zu benennen und ihnen Einhalt zu gebieten, so dass aus ihnen erst keine Taten folgen.“

Im Verlauf der Woche hatte Oberbürgermeisterin Karin Welge gemeinsam mit der Gelsenkirchener Polizeipräsidentin Britta Zur und Vertretern der christlichen Religionen den Vorstand der jüdischen Gemeinde besucht. Dabei bekundeten sie ihre uneingeschränkte Solidarität und sicherten ihre volle Unterstützung bei der Aufarbeitung der antisemitischen Demonstration der vergangenen Woche zu.

wsp

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