Die Ausstellung zeigt Artwork zum 80. Geburtstag von Lucky Luke. Foto: Maximilian Mann
18.11.2025

Herzlichen Glückwunsch, Lucky Luke

Der älteste Comic-Cowboy der Welt feiert 2026 seinen 80. Geburtstag. Der Dortmunder schauraum: comic + cartoon startet das Jubiläumsjahr schon jetzt mit einer Ausstellung.

Die Lucky Luke-Schau zeigt erstmals seltene Originalseiten des belgischen Zeichners Maurice De Bevere, bekannt als Morris (1923-2001), und des Texters René Goscinny (1926-1977) aus den 1950er und 1960er Jahren. Der Kurator Alexander Braun hat diese von den Sammlern geliehen. „Das hat es bislang noch nie gegeben, dass man sich mal ein Original von Morris angucken kann“, sagt er.

Der Kurator der Ausstellung, Alexander Braun, mit der Leiterin des schauraum: comic+ cartoon, Sophia Gloe. Foto: Maximilian Mann

Der Kurator der Ausstellung, Alexander Braun, mit der Leiterin des schauraum: comic+ cartoon, Sophia Gloe. Foto: Maximilian Mann

Begleitet wird das Artwork von seltenen Geschichten. Zum Beispiel, warum der Comic Cowboy das Rauchen aufgegeben hat und seit Anfang der 1980er Jahre auf einem Grashalm kaut. Denn Lucky Luke war der Held einer TV-Animations-Serie, die ans amerikanische Fernsehen verkauft werden sollte. „Eine rauchende Figur im amerikanischen Kinderfernsehen war ein No-Go. Deshalb musste Lucky Luke aufhören zu rauchen, sonst hätte man sich den amerikanischen Markt nicht erobern können“, erklärt der Comic-Experte. Außerdem hat Braun Merchandise-Produkte wie „Walkie-Talkies“, Zigarren und andere Objekte mit Lucky Luke-Schriftzug zusammengetragen. Die Figuren und Werbemittel sind neben Original-Heften in den Vitrinen zu sehen. Ein Extra-Bereich ist der Gangster-Bande „Die Daltons“ gewidmet, die von vielen Fans besonders geliebt wurde. So wird der Comic-Cowboy von vielen Seiten aus betrachtet – und auf über 45 Original-Seiten.

Zur Ausstellung /bis 16. April 2026) finden regelmäßig Führungen sowie ein umfassendes Begleitprogramm statt. Unter anderem gibt es eine Lesung und einen Workshop mit dem Comic-Zeichner Mawil und eine Begegnung mit dem literarischen Übersetzer Klaus Jöken. Weitere Infos hier.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Freizeit, Kultur"