Rasenwässern sollte in einigen Gemeinden Westfalens unterlassen werden – dort herrscht akute Wasserknappheit. Foto: pixabay
27.06.2019

Hitzewelle: Bürger sollen Wasser sparen

Die anhaltende Trockenheit und die Hitze der vergangenen Tage haben in einigen Teilen Westfalens zu Wasserknappheit geführt. Vor allem Teile Ostwestfalen-Lippes und des Münsterlands sind betroffen.

So meldete der Wasserbeschafffungsverband Am Wiehen nach 2017 und 2018 erneut Engpässe. Verbraucher in Löhne (Kreis Herford), Bad Oyenhausen, Hüllhorst und Hille wurden zum Wassersparen aufgerufen. Autowaschen, das Bewässern der Gärten oder das Befüllen von Pools sollten unterlassen werden.

Wasserbedarf auf Rekordhoch

Ähnliche Empfehlungen sprachen auch die SVS-Versorgunsbetriebe für die Gemeinden Stadtlohn, Vreden und Südlohn im Münsterland im Kreis Borken aus. Dort sei der Grundwasserspeicher aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Wintermonaten und der damit verbundenen schlechten Grundwasserneubildung nicht auf ein normales Maß angestiegen, teilt der Versorger auf seiner Website mit. Zugleich hätten die heißen Temperaturen der vergangenen Tage den Wasserbedarf auf ein Rekordhoch steigen lassen. So sei der Verbrauch in den Abendstunden allein in Stadtlohn von 180 Kubikmetern pro Stunde auf mehr als 400 Kubikmeter je Stunde mehr als verdoppelt worden.

Der Gesamtförderung und dem Bezug von 490 Kubikmetern ständen für die drei Gemeinden eine Abgabe von etwa 1100 Kubikmetern pro Stunde gegenüber, heißt es weiter. Eine normale Abgabe wären rund 520 m³/h. Diese stark erhöhten Abgaben fänden immer im Zeitraum zwischen 16 und 23 Uhr statt.

Ruhrverband gibt Entwarnung

Entspannter ist die Lage der Wasserversorger entlang der Ruhr. Wie eine Sprecherin des Ruhrverbands auf Anfrage von westfalenspiegel.de mitteilt, sind die Talsperren gut gefüllt. Aktuell liege der Pegel bei 88,1 Prozent vom Vollstau und damit sogar leicht über dem langjährigen Mittel für Ende Juni (86 Prozent). Allerdings gehe der Stand derzeit signifikant herunter. Rund 1800 Liter pro Sekunde fließe in das Talsperrensystem. Der zehnfache Wert, rund 18.000 Liter, werden pro Sekunde abgegeben. Trotzdem wisse man aus der langjährigen Erfahrung, dass der aktuelle Stand ausreiche, die Versorgung für das ganze Jahr sicherzustellen.

jüb

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