Wassily Kandinsky, Landschaft mit Kirche (Landschaft mit roten Flecken I), 1913, Öl auf Leinwand. Foto: Museum Folkwang, Essen
18.08.2022

Hochkarätig: Expressionisten am Folkwang

Nach den Impressionisten kommen jetzt die Expressionisten: „Verfolgt – Verfemt – Gefeiert“ heißt die Sonderausstellung mit der das Museum Folkwang in Essen sein Jubiläum feiert. Vertreten sind unter anderem Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde und Wassily Kandinsky mit hochkarätigen Werken.

Vor 100 Jahren begann die Geschichte der Sammlung in Hagen / Westfalen. Damals eröffnete der Bankierssohn, Industriellenerbe und leidenschaftliche Kunstsammler Karl Ernst Osthaus in seiner Heimatstadt das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst. „Es ist eine ausgewählt schöne Sammlung, wie sie wohl selten zustande kommt“, begeisterte sich August Macke nach einem Museumsbesuch im Sommer 1908. Karl Ernst Osthaus war seiner Zeit weit voraus. So war das Museum Folkwang für viele Expressionisten ein wichtiger Ort der Inspiration und des Zuspruchs in einer Zeit, in der ihre Werke immer wieder auf Ablehnung und Unverständnis stießen. 

Blick in die Ausstellung: „Expressionisten am Folkwang: Entdeckt – Verfemt – Gefeiert“, zu sehen vom 20. August 2022 bis 8. Januar 2023 am Museum Folkwang in Essen. Foto: Museum Folkwang, Sebastian Drüen

Blick in die Ausstellung: „Expressionisten am Folkwang: Entdeckt – Verfemt – Gefeiert“, zu sehen vom 20. August 2022 bis 8. Januar 2023 am Museum Folkwang in Essen. Foto: Museum Folkwang, Sebastian Drüen

„Die Geschichte des Museum Folkwang ist untrennbar mit dem Expressionismus verknüpft“, erklärt Kurator Tobias Burg. Die vielfältigen Verbindungen zwischen einzelnen Künstlerinnen und Künstlern und den ersten beiden Museumsdirektoren – Karl Ernst Osthaus in Hagen und Ernst Gosebruch in Essen – werden in 14 Kapiteln der Ausstellung sichtbar. So erwarb Osthaus als erster Museumsdirektor unter anderem Werke der beiden Wiener Künstler Oskar Kokoschka und Egon Schiele. Einige dieser Werke sind jetzt erstmals seit 85 Jahren wieder im Museum Folkwang zu sehen. 

250 Meisterwerke auf rund 1400 Quadratmetern

Ein eigenes Ausstellungskapitel ist Paula Modersohn-Becker gewidmet, der das Museum Folkwang 1913, wenige Jahre nach ihrem frühen Tod, eine erste große Sonderschau widmete. Insgesamt lassen 250 Meisterwerke auf rund 1400 Quadratmetern aus der eigenen Sammlung, aber auch von nationalen und internationalen Leihgebern in einem chronologisch angelegten Rundgang die wechselvolle Geschichte des Museums Folkwang Revue passieren.

slu/wsp

Die Ausstellung „Expressionisten am Folkwang: Entdeckt – Verfemt – Gefeiert“ ist in Essen bis zum 8. Januar 2023 zu sehen. Weitere Informationen hierEine ausführliche Ausstellungsbesprechung erscheint in der nächsten Ausgabe des Magazins Westfalenspiegel.

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