Hoffnung im Blick
Das Museum Relígio in Telgte präsentiert die 85. Krippenkunst-Ausstellung.
Knapp 100 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland zeigen bis zum 25. Januar in Telgte mit ihren Kunstwerken ihre persönlichen Deutungen zum Thema Hoffnung. Sie greifen aktuelle Krisen der Welt auf, darunter Krieg, Flucht und Klimawandel. Die Geburt Christi wird dabei nicht als vergangenes Ereignis dargestellt, sondern als Botschaft für die Gegenwart. So schuf die Künstlerin Simone Thieringer aus Telgte mit der „Krippe im Schutt“ eine Szene, die das Jesuskind eingehüllt in eine Pusteblume inmitten von Geröll zeigt.
Krippenfreunde feiern Jubiläum
Neben den zeitgenössischen Werken würdigt die Ausstellung auch die Künstlerin Mechthild Mundry-Arens, die seit über drei Jahrzehnten regelmäßig in Telgte ausstellt. Ihre fein gearbeiteten Gemälde und Plastiken verbinden Glauben und persönliche Erfahrung in einer ausdrucksstarken Bildsprache. Außerdem gibt die Ausstellung einen Einblick in die Schenkung der Sammlerin Sabine Brunner, die über Jahrzehnte religiöse Volkskunst gesammelt hat. Gefeiert wird außerdem das 100-jährige Jubiläum der Landesgemeinschaft der Krippenfreunde in Rheinland und Westfalen. Der Verein engagiert sich bis heute für die Bewahrung der Krippentradition und strebt an, das Aufstellen von Krippen als immaterielles Kulturerbe der Unesco anerkennen zu lassen.

„Hoffnung?“ – eine Krippeninstallation von Susanne Hagedorn-Menge und Eva Neumann aus Telgte. Foto: Stephan Kube, Greven
Die 85. Krippenkunst-Ausstellung „Hoffnung“ kann bis Sonntag, 25. Januar, im Westfälischen Museum für Religiöse Kultur – Relígio in Telgte besucht werden. Die Schau ist auch am ersten Weihnachtstag und an Neujahr geöffnet. Am 24. Dezember und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen. Weitere Informationen hier.
wsp