05.10.2012

Immer mehr Wohnungseinbrüche in Westfalen / Aufklärungsquote unter 15 Prozent

Westfalen (wh). Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Westfalen deutlich gestiegen. Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU hervorgeht, wurde in der ersten Jahreshälfte bereits 10.206-mal in westfälische Wohnungen und Häuser eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einer Steigerung von 19,4 Prozent. Besonders betroffen ist Münster. Dort stieg die Zahl der bekannt gewordenen Einbruchdiebstähle um 131,8 Prozent. Aufgeklärt wurden westfalenweit nur 14,9 Prozent aller Fälle.
Auch landesweit stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter an. In ganz NRW schlugen die Täter 29.334-mal zu " das entspricht einer Steigerung von 12 Prozent innerhalb eines Jahres.
Das Landesinnenministerium begründet die Negativ-Entwicklung, die vor allem Großstädte und Kommunen in Autobahnnähe betrifft, unter anderem mit der EU-Erweiterung um Bulgarien und Rumänien. Die NRW-Polizei gehe deshalb gezielt gegen südosteuropäische Banden vor. "Wir nehmen die Zunahme von Wohnungseinbrüchen sehr ernst und handeln. Schlimmer als der materielle Verlust ist oft der seelische Schaden", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Lesen Sie auch im Bereich "Gesellschaft, Politik / Wirtschaft"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin