14.06.2019

Inklusionsbetriebe: NRW auf erstem Platz

Diese Zahl ist bundesweit spitze: In Nordrhein-Westfalen arbeiteten Ende 2017 über 3500 Menschen mit Behinderung in 297 Inklusionsbetrieben. 

Der Großteil davon liegt in Westfalen-Lippe. In der Region waren 2059 Menschen mit Behinderung in 163 entsprechenden Betrieben beschäftigt. Das sind mehr als in Baden-Württemberg (1570 behinderte Menschen / 84 Inklusionsbetriebe) oder Bayern (1516/89). Diese Zahlen nannte Matthias Münning, Sozialdezernent beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster. Damit liegt NRW im Bundesländervergleich auf Platz 1.

„Die hohen Zahlen sind sehr erfreulich, denn damit ist mehr Normalität für viele Menschen verbunden“, so Münning. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass mit der steigenden Zahl geförderter Arbeitsplätze auch die Kosten für die dauerhaft laufende Förderung der Inklusionsbetriebe steigen, die der LWL aus der Ausgleichsabgabe bestreitet. Diese Ausgleichsabgabe müssen Unternehmen zahlen, die keine oder zu wenige Menschen mit Behinderung beschäftigen, teilt der LWL mit.

Für die Beratung von schwerbehinderten Existenzgründern und Integrationsunternehmen durch die Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern sowie die Landwirtschaftskammer stellt der LWL für die nächsten drei Jahre insgesamt knapp 500.000 Euro aus der Ausgleichsabgabe zur Verfügung. Einen entsprechenden Beschluss hatte der LWL-Sozialausschuss gefasst.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Politik/Wirtschaft"

Testen Sie den WESTFALENSPIEGEL!

Ihnen gefällt, was Sie hier lesen? Dann überzeugen Sie sich von unserem Magazin! Jetzt einfach kostenlos ausprobieren!