Die TU Dortmund hat eine Befragung zur Glaubwürdigkeit des Journalismus durchgeführt. Foto: Roland Baege/TU Dortmund
21.03.2022

Journalismus ist weniger glaubwürdig

Eine Studie der TU Dortmund zeigt: Die Glaubwürdigkeit des Journalismus hat in der Pandemie abgenommen. 

Diese Meinung vertreten 41 Prozent der Bevölkerung, nur acht Prozent geben an, dass sich die Glaubwürdigkeit erhöht hat, teilt das Institut für Journalistik der Dortmunder Hochschule mit. Das sei ein „alarmierender Wert“, so der Leiter der Studie „Journalismus und Demokratie“, Prof. Michael Steinbrecher. Problematisch sei auch, „dass mehr als ein Drittel der Menschen glaubt, der Journalismus sei meist abhängig vom Einfluss der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft. Wenn sich diese Positionen verfestigen, kann dies auf Dauer die Akzeptanz des Journalismus in seiner demokratischen Funktion beschädigen.“

Die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Instituts für Journalistik zeigen zudem eine grundsätzlich kritische Haltung in der Bevölkerung gegenüber dem Journalismus. 43 Prozent stimmten demnach der Aussage zu, der Journalismus sei in den vergangenen Jahren schlechter geworden, so die TU Dortmund weiter. 62 Prozent befanden, im Journalismus werde zu sehr auf Übertreibung und Skandalisierung gesetzt, und 28 Prozent stimmten zu, der Journalismus habe den Kontakt zu Menschen wie ihnen verloren.

Wichtig für das Funktionieren der Gesellschaft

Doch trotz aller Kritik sieht die große Mehrheit der Bevölkerung (87 Prozent) den Journalismus immer noch als wichtig für das Funktionieren der Gesellschaft an. Die Befragung war Teil der Langzeit-Studie „Journalismus und Demokratie“, die regelmäßig untersucht, welche Erwartungen verschiedene gesellschaftliche Gruppen an den Journalismus haben. 1002 zufällig ausgewählte Bürger ab 18 Jahren wurden dazu im Zeitraum vom 21. Januar bis 2. Februar online befragt. Zuvor hatte es bereits Erhebungen in der Politik und im Journalismus gegeben, teilt die Hochschule weiter mit.

wsp

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