NRW-Schulministerin Dorothee Feller war bei der Eröffnung der jüdischen Grundschule in der jüdischen Gemeinde Dortmund zu Gast. Foto: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
29.08.2025

Jüdische Grundschule eröffnet in Dortmund

Erstmals wieder seit rund 80 Jahren gibt es eine solche Einrichtung in der Stadt. Es ist die einzige jüdische Grundschule Westfalens.

17 Kinder besuchen ab sofort den Unterricht am neuen Teilstandort der Dortmunder Berswordt-Schule. Dabei stehen neben den klassischen Fächern auch jüdische Religion und Kultur auf dem Lehrplan. Zudem gibt es die Möglichkeit, Hebräisch zu lernen. Dabei ist die neue Schule nicht nur jüdischen Kindern vorbehalten. 

Die jüdische Grundschule in Dortmund ist die einzige Einrichtung dieser Art in Westfalen und die dritte in NRW. Bundesweit ist sie die erste jüdische Grundschule in städtischer Trägerschaft. Jedoch existierte eine jüdische Volksschule wahrscheinlich bereits seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Dortmund. Diese Tradition endete allerdings im Zweiten Weltkrieg: 1942 hatten die Nationalsozialisten ein grundsätzliches Schulverbot für jüdische Kinder erlassen. Alle jüdischen Schulen im damaligen „Dritten Reich“ wurden geschlossen; Jüdinnen und Juden wurden systematisch verfolgt und ermordet.

wsp

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