07.12.2022

Kampf gegen Antisemitismus

Die Bezirksregierung Münster richtet gemeinsam mit der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW die bundesweit erste Fachtagung Antisemitismus für kommunale Vertreter aus. Neben dem fachlichen Input steht die Vernetzung und der Austausch zu Best-Practice Beispielen im Vordergrund. 

„Beim Kampf gegen Antisemitismus sind sowohl die gesamte Zivilgesellschaft wie auch alle politischen Ebenen gefordert. Kommunen sind und bleiben vor Ort die erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Sie sind die ‚Herzkammer‘ der Exekutive und mit ihren Gremien auch der örtlichen Legislative. Das Wissen über und die Arbeit gegen Antisemitismus sind daher für die kommunale Ebene unerlässlich“, sagte die Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Wettbewerb „Shalom – jüdisches Leben heute!“

Die Bezirksregierung Münster hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Projekte im Kampf gegen Antisemitismus auf den Weg gebracht, berichtet der Regierungspräsident von Münster Andreas Bothe: „Als Bezirksregierung haben wir gerade für alle rund 800 Schulen im Regierungsbezirk unsere Handreichung gegen Antisemitismus mit klaren Handlungsrichtlinien neu aufgelegt, mit unserem Schüler:innen-Wettbewerb „Shalom – jüdisches Leben heute!“ setzen wir ein deutliches Zeichen. Mit den Kommunen als Schulträgern sind wir gemeinsam gefordert, Antisemitismus erst gar nicht entstehen zu lassen und seine Weitergabe von Generation zu Generation endlich zu unterbrechen.“

Die Fachtagung ist in Deutschland das erste Format in dieser Besetzung, mit dem Ziel dies auf alle Regierungsbezirke in Nordrhein-Westfalen auszuweiten.

wsp

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