19.07.2019

Keine Exzellenzuniversität in Westfalen

Die Ruhr-Universität Bochum und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster konnten sich im Wettbewerb um die Förderung als Exzellenzuniversität nicht durchsetzen.

Zehn Exzellenzuniversitäten und ein Exzellenzverbund wurden im Rahmen der Exzellenzstrategie ausgewählt, dazu zählen in NRW die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Darüber hinaus setzten sich unter den 19 Bewerbern der Exzellenzverbund Berlin, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Konstanz, die Ludwig-Maximilians und die Technische Universität in München sowie die Universität Tübingen durch.

Die Ruhr-Universität Bochum reagierte bereits kurz nach der Entscheidung am Freitagnachmittag (19. Juli). „Auch ohne die Auszeichnung als Exzellenzuniversität haben wir ein deutliches Signal für die Weiterentwicklung des größten Wissensstandortes in Deutschland gesetzt“, sagt Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich. Die Hochschule werde die nachhaltige Umsetzung ihrer Strategie „Creating Knowledge Networks“ weiterverfolgen. Sie nutzt ihre große Vielfalt an Fächern und Partnerschaften systematisch, um flexibel auf komplexe Herausforderungen der Gesellschaft zu reagieren.

Die Universität Münster hatte sich mit dem Konzept „Exzellenz integriert“ beworben und die Endrunde erreicht. Im Mittelpunkt stand dabei der Gedanke, dass Forschung, Lehre und der Wissenstransfer in die Gesellschaft als untrennbare Einheit verstanden werden müssen. „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir schon heute zu den forschungsstärksten Universitäten in Deutschland zählen und wir mit unserem Konzept unser Potenzial für die Zukunft gut herausgearbeitet haben“, betonte WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels. „Gerade deswegen sind wir jetzt entschlossen, unser Konzept, das wir mit einer herausragenden Teamleistung erstellt haben, auch nach dieser Absage umzusetzen – es wird nur etwas länger dauern.“

„Hervorragende Bewerbungen“

NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen gratulierte den neuen Exzellenzuniversitäten in NRW, hob jedoch auch die weiteren Bewerber hervor: „Danken möchte ich auch den Universitäten aus Köln, Bochum und Münster, die ebenfalls hervorragende Bewerbungen abgegeben haben. Auch sie haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie exzellente Hochschulen sind.“

Die Entscheidung wurde von der Exzellenzkommission getroffen, der Mitglieder eines Expertengremiums sowie der Wissenschaftsminister von Bund und Ländern angehören. Die ausgewählten Hochschulen werden finanziell gefördert und können von der Reputation als Spitzenuniversität profitieren.

wsp

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