Klein und romantisch
Im Advent öffnen besondere Weihnachtsmärkte vor historischer Kulisse. Wir geben Tipps für Ausflüge!
Advent im Museum: Der Romantische Weihnachtsmarkt im LWL-Freilichtmuseum Hagen (28.-30.11.) verwandelt das Mäckingbachtal mit seinen Fachwerkhäusern in eine vorweihnachtliche Kulisse. Viele der dort angebotenen Produkte werden in Handarbeit und in kleinen Stückzahlen hergestellt – von Schmuck bis Delikatessen. Im LWL-Freilichtmuseum Detmold wird der „Museumsadvent“ im Zeichen des Weihnachtsfestes um 1900 gefeiert (5.-7.12.). Es gibt Märchenerzähler, Handwerksvorführungen und historisch eingerichtete Stuben. Sie vermitteln einen Eindruck, wie das Fest um 1900 gefeiert wurde. Das Schiffshebewerk Henrichenburg verwandelt sich in einen „Weihnachtshafen“ (29.-30.11.). Rund um das stimmungsvoll beleuchtete Oberwasser präsentieren kreative Anbieter an ihren Ständen Geschenkideen und Handwerkskunst. Vereine aus Waltrop und Umgebung sorgen für Leckereien.

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen bietet eine vorweihnachtliche Kulisse Foto: LWL/Fabian Strauch
Weihnachten auf Schlössern und Burgen: Märchen, Musik und traditionelle Spiele für die ganze Familie gibt es im Schloss Senden im Münsterland. Bei adventlichen Führungen durch die Anlage können Besucherinnen und Besucher Gedichten und Geschichten lauschen und in der Beletage gibt es schöne Dinge zum Genießen und Verschenken (30.11. und 14.12.). In Hagen-Hohenlimburg bildet Westfalens einzige noch weitgehend im mittelalterlichen Originalzustand erhaltene Höhenburg die Kulisse für einen Weihnachtsmarkt (28.-30.11., 5.-7.12., 12.-14.12.). In Ostwestfalen lädt Schloss Benkhausen in Espelkamp zum „Winterlichen Schlossvergnügen“ (20.-21.12.). Der Park wird festlich illuminiert, es gibt ein großes Bühnenprogramm und der Weihnachtsmann hat ebenfalls einen Besuch angekündigt.
Traditionell westfälisch: Der Mühlenhof in Münster bietet Gelegenheit zu einer Zeitreise in die Welt unserer Vorfahren um Münster- und Emsland. Im Advent bildet die historische Atmosphäre mit den etwa 400 Jahre alten Gebäuden einen stimmungsvollen Rahmen für den Westfälischen Weihnachtsmarkt (2.-3.12. und 9.-10.12. und 16.-17.12.).
Weihnachten um 1900
Im Wald: Zwischen Bäumen und Sträuchern findet der Weihnachtswaldmarkt (6./7. und 13./14.12.) im Wildwald Vosswinkel bei Arnsberg statt. Neben Kunsthandwerk, Naturkosmetik und Drechselwaren werden auch frisch geschlagene Weihnachtsbäume verkauft. Der Velener Waldweihnachtsmarkt (freitags bis sonntags an allen Adventswochenenden) ist über das Münsterland hinaus ein Anziehungspunkt. Eine Million Lichter sorgen auf dem Landgut Krumme für eine märchenhafte Atmosphäre und 150 Aussteller präsentieren handgemachte, regionale und inspirierende Produkte.

Zeitreise ins 19. Jahrhundert: Der Weihnachtsmarkt in Winterswijk. Foto: Ron Rensink
Jenseits der Grenze: Das Dorf Winterswijk in der niederländischen Provinz Gelderland, gleich hinter der Grenze gelegen, lässt zum „Weihnachten am Lappenbrink“ (13./14.12.) die festliche Stimmung des 19. Jahrhunderts wieder aufleben. Damals erlebte die Textilindustrie ihre Blütezeit. Zwischen den Ständen auf der Meddosestraat gibt es Straßentheater zur Geschichte des Winterswijker Textilbarons Jan Willink, alte Bräuche und Musik. Wer mehr erfahren möchte, kann in den Bus zum Textilwerk nach Bocholt steigen. Dort wird in einem Schauspiel eine Textilfabrik um 1900 dargestellt.
Alles inklusive: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lädt unter dem Motto „Inklusion.Verbindet.“ in den Hof des Erbdrostenhofes in Münster für seinen Weihnachtsmarkt. (28.11. bis 30.11.) Neun LWL-Einrichtungen verkaufen Produkte, die von Menschen mit einer Behinderung, mit einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung hergestellt wurden.
aki, wsp