Schottische Hochlandrinder in der Senne. Foto: Katja Papenbrock
06.11.2025

Klima erleben

Im „Urland“ im Kreis Lippe kann man Hochlandrindern und Exmoor-Ponys begegnen – und mehr über das Klima erfahren. Nun wurde das Bildungs- und Erlebnisprojekt mit dem ADAC Tourismuspreis NRW ausgezeichnet.

Das „Urland“ bei Oerlinghausen verbindet das Archäologische Freilichtmuseum, die Klimaerlebniswelt und das Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger Wald. Auf insgesamt 1800 Hektar Fläche geht es darum zu entdecken, wie Menschen früher im Zusammenspiel mit der Umwelt gebaut und gewirtschaftet haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sie sich den Veränderungen des Klimas  angepasst haben und was wir heute daraus lernen können. 

Das Archäologische Freilichtmuseum lenkt den Blick auf die Steinzeit und das frühe Mittelalter. Alte Handwerkstechniken und zahlreiche Mitmachaktionen vermitteln einen Eindruck, wie unsere Vorfahren unter den damaligen klimatischen Bedingungen gelebt haben. Im Schutzgebiet in der Senne und im Teutoburger Wald sind schottische Hochlandrinder und Exmoor-Ponys frei unterwegs und sorgen mit ihrem Appetit dafür, dass wieder ein urwüchsiger Landschafts- und Lebensraum entsteht. So können sich beispielsweise Nadelhölzer dort nicht ausbrieten. Das Areal kann über Erlebniswege und Infopunkte erkundet werden. Die Klimaerlebniswelt Oerlinghausen ergänzt diese Angebote mit einer Ausstellung. Als einzige Schau dieser Art in Deutschland konzentriert sie sich auf die Anpassung an Klimafolgen. Interaktive Displays, Simulationen und Experimente zeigen unterschiedlichste Szenarien – und veranschaulichen die Folgen menschlicher Aktivitäten sowie mögliche Lösungen.

Die Klimaerlebniswelt in Oerlinghausen wurde 2024 eröffnet. Foto: Kreis Lippe

Die Klimaerlebniswelt in Oerlinghausen wurde 2024 eröffnet. Foto: Kreis Lippe

Der erste Platz beim ADAC-Tourismuspreis NRW belohnt dieses Engagement im Lipperland. „Der Preis ist einfach großartig. Wir arbeiten so intensiv und das macht mir so eine Freude bei diesem Projekt mitarbeiten zu dürfen und Menschen zu inspirieren, etwas für die Natur und den Erhalt unserer Ökosysteme zu tun“, sagte Ewald Lienen, Ex-Profifußballer und Klimabotschafter des Kreises Lippe, bei der Preisverleihung in Essen. Platz zwei ging an das Schwebebahn-Museum in Wuppertal und die dritte Platzierung an das Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. Mit dem vierten Preis wurde der Förderverein Römergrab Weiden in Köln ausgezeichnet.

wsp

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