04.06.2012

Klimabericht prognostiziert Schäden für westfälische Wälder und Biotope

Westfalen (wh). Der Klimawandel wird in Westfalen mit steigenden Temperaturen die Gefahr von Waldbränden und Sturmschäden erhöhen und Biotope schädigen. Gleichzeitig könnte die Landwirtschaft in der Region teilweise von den Folgen der Erderwärmung profitieren. Das zeigt eine Prognose des Landesumweltamtes für den Zeitraum von 2031 bis 2060, die das NRW-Klimaschutzministerium in einer neuen Broschüre darstellt.
Im Sauer- und Siegerland ist vor allem der Wald durch den Klimawandel gefährdet. Durch häufigere Orkane erhöhe sich das Sturmwurfrisiko, zudem werde sich die Zusammensetzung der Forste verändern, da die Fichte als dominierende Baumart an "Konkurrenzkraft" verliere. Verlierer der Wetterveränderungen wird auch der Wintersport sein. Eine Zunahme der Durchschnittstemperatur um zwei Grad bedeute weniger Schneetage und mehr Regen im Winter.
Auch in der Westfälischen Bucht und dem Tiefland werden laut dem Bericht die Durchschnittstemperaturen und Niederschläge zunehmen. Dies kann bessere Erträge bei einigen Getreidesorten zur Folge haben, jedoch auch eine erhöhte Waldbrandgefahr und eine erhöhte Anfälligkeit der Moore und Feuchtbiotope. Zudem könne sich die Wasserqualität durch einen sinkenden Grundwasserpegel verschlechtern.

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