Zu sehen im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster: Barbara Hepworth, Curved Forms (Pavan), 1956, Metallisierter Gips, The Hepworth Wakefield © Bowness 2025
26.11.2025

Kunst und Leben

Das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster präsentiert die britische Bildhauerin Barbara Hepworth.

„Mit der Barbara Hepworth-Ausstellung würdigen wir die ‚Grande Dame‘ der britischen Moderne“, sagt Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. Hepworth (1903-1975) zählt zu den einflussreichsten britischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Geprägt von ihrer Heimat Yorkshire und ihrem späteren Wohnort Cornwall entwickelte sie eine eigene Formensprache und vereinte intuitive und naturverbundene Formen mit strenger, abstrakter Komposition. „Sie zähmt den Stein und gibt ihm eine Gestalt“, heißt es in Medienberichten. Hepworth’ Werk, zu sehen unter anderem in einem Skulpturengarten im Küstenort St. Ives, gilt als Zeugnis der Verbindung von Kunst, Leben und Menschlichkeit. Die Künstlerin war Mutter von vier Kindern und musste ihre Arbeit als Bildhauerin mit familiären Verpflichtungen verbinden – eine Herausforderung, die für Frauen ihrer Zeit außergewöhnlich war. Die Sonderausstellung „Art & Life“, also „Kunst und Leben“, zeigt bis zum 8. März 2026 in Münster rund 90 ihrer Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Drucke sowie Entwürfe. Darunter sind modernistische Skulpturen, die Hepworth’ Karriere in den 1920er und 30er Jahren begründeten, die ikonischen „String Pieces“ der 1940er und 50er Jahre bis hin zu ihren späteren großformatigen Auftragsarbeiten.

Blick in die Ausstellung "Barbara Hepworth – Art & Life" im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster. Foto: Hanna Neander / Picasso-Museum

Blick in die Ausstellung „Barbara Hepworth – Art & Life“ im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster. Foto: Hanna Neander / Picasso-Museum

Die Werke stammen aus namhaften privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter vom Museum „The Hepworth Wakefield“, das seinen Sitz im Heimatort der Künstlerin in Yorkshire hat. „Barbara Hepworth hat eine einzigartige künstlerische Vision, die eine eingehende Betrachtung erfordert“, sagt Eleanor Clayton, Head of Collection and Exhibitions der Einrichtung. „Diese Ausstellung beleuchtet ihre weitreichenden Interessen und wie diese in ihre künstlerische Praxis einflossen. Als zutiefst spirituelle Künstlerin, die sich leidenschaftlich mit den politischen, sozialen und technologischen Debatten des 20. Jahrhunderts auseinandersetzte, war Hepworth davon besessen, wie die physische Begegnung mit der Skulptur den Betrachter beeinflussen und seine Wahrnehmung der Welt verändern konnte.“

„David Hockney trifft Pablo Picasso“

Die Sonderausstellung wird begleitet von zahlreichen Führungen und Workshops. Parallel ist im Studio des Picassomuseums die Schau „The Blue Guitar – David Hockney trifft Pablo Picasso“ mit Lithografien, Radierungen, Linolschnitten und Malerbüchern zu sehen. Weitere Informationen hier. 

wsp

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