Die NRW-Ministerinnen Ina Scharrenbach (l.) und Ursula Heinen-Esser sicherten dem neuen Leiter des Landgestüts in Warendorf , Dr. Felix Austermann, ihre Unterstützung zu. Foto: Frerich
28.03.2022

Landgestüt wird fit für die Zukunft

Die Landesregierung will weiter am Landgestüt in Warendorf festhalten. Es soll mit Blick auf das 200-jährige Bestehen 2026 eine verlässliche Zukunftsperspektive erhalten.

Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser sowie die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, machten bei einem gemeinsamen Besuch des Landgestüts deutlich: „Das Landgestüt hat als Aushängeschild der Pferdezucht und des Reitsports und wichtiger Teil der Landeskultur eine über die Landesgrenzen hinaus hohe Bedeutung. Die Landesregierung steht fest zur Zukunft des Landgestüts.“

Teilnehmer eines Workshops hatten zuvor Zukunftsperspektiven für das Gestüt entwickelt. Eine Kernaussage: Das Landgestüt soll sich „noch stärker als Kompetenzzentrum für die Pferdehaltung verstehen“, teilt das NRW-Umweltministerium mit. Durch die große Expertise seiner Mitarbeiter und einer guten Infrastruktur für Schulungen habe das Landgestüt hierfür die strukturellen Voraussetzungen.

Mehr Tierwohl und Digitalisierung

„Vor uns liegt eine große Aufgabe im Spannungsfeld zwischen Tradition und Wandel“, sagte der neue Gestütsleiter Dr. Felix Austermann bei seiner offiziellen Vorstellung am Wochenende. Dem Zukunftsbericht zufolge soll das Tierwohl der dort untergebrachten Pferde durch bauliche Veränderungen sowie die Suche nach einem zweiten Standort mit Möglichkeiten des Weidegangs verbessert werden. Ebenso soll der Investitionsstau abgebaut und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Zukünftig will sich das Landgestüt konsequent auf Zuchtlinien konzentrieren, die „für den Sport- und Freizeitbereich geeignete, langlebige, robuste, gesunde und mental stabile Nachkommen erwarten lassen“. Mittelfristig sollen das Landgestüts und die dort ansässige Deutsche Reitschule zu einem Kompetenzzentrum Pferd mit bundesweiter Ausstrahlung ausgebaut werden, heißt es weiter.

„Das Landgestüt hat sich während seines fast 200-jährigen Bestehens untrennbar und tief in die Landesgeschichte eingewoben. Es geht hier um Pferdezucht und Identität. Wir sind fest entschlossen, gemeinsam mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, diesem Kleinod einen festen Platz auch in den kommenden 200 Jahren der Landesgeschichte zu sichern – nicht umsonst ist das Pferd fester Bestandteil des Landeswappens“, so Heinen-Esser. Scharrenbach betonte die kulturell herausragende Bedeutung des Landgestüts: „Westfalen, Pferde, Warendorfer Landgestüt – dieser beinahe weltweit bekannte Dreiklang wird mit einem neuen Leiter und mit verändertem, auf die Zukunft ausgerichtetem Konzept noch attraktiver.“

jüb/wsp

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