Hans Zippert: Wie Hitler mir das Leben rettete. Berlin: Tiamat. 208 Seiten. 18 Euro
21.12.2022

Launig, lustig, erhellend

Nach der Lektüre dieses Buches wissen wir mehr, eigentlich alles, über den Bielefelder Satiriker Hans Zippert, der mit seiner täglichen Kolumne „Zippert zappt“ in der Tageszeitung „Die Welt“ für einen kurzweiligen Einstieg in den Tag sorgt.

Wir erfahren: Er ist ein Musik- und Wanderfreak, ornithologisch versiert, geht gern auf Reisen (und besucht dann bevorzugt literarische Museen, die sich seinen Hausgöttern widmen), verfügt über Superkräfte, die selbst Superman erblassen ließen, ist eigentlich ein Alien und zudem bibliomanisch veranlagt. Und er lebt in einer hessischen Kleinstadt, in der ihm in Ermangelung anderweitiger Zerstreuung eigentlich gar nichts anderes übrigblieb, als Deutschlands bester Satiriker zu werden und eben Bücher wie dieses zu schreiben.

Daneben fließt viel Autobiografisches ein, auch über die Anfänge seines Schreibens noch zu Pennäler-Zeiten (drei Ehrenrunden) bei dem handgemachten Magazin „Dreck“. Ein früherer Buchtitel des Autors lautete selbstironisch: „Was macht dieser Zippert eigentlich den ganzen Tag?“ Nun wissen wir es.

Walter Gödden

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