Auf dem Gelände der Firma Achenbach-Buschhütten in Kreuztal soll die „Green Factory“ entstehen. Foto: Björn Hadem / Achenbach Buschhütten
15.08.2025

Leuchtturm für zukünftige Industrie

Die „Green Factory“ im südwestfälischen Kreuztal soll zeigen, wie alte Industriegebäude nachhaltig ertüchtig werden können. Förderung von 22,4 Millionen Euro für Regionale-Projekt steht in Aussicht.

Im Mittelpunkt der zukünftigen „Green Factory“ steht eine historische Fabrikhalle auf dem Gelände der Firma Achenbach Buschhütten in Kreuztal, einem Spezialisten für Walz- und Folienschneidtechnik. Diese soll umgebaut werden, um als Vorbild für die nachhaltige Ertüchtigung bestehender Industriegebäude in Südwestfalen zu dienen. Dabei hilft unter anderem ein digitaler Gebäudezwilling. Dieser ermöglicht es, unter anderem Emissionswerte und Energieverbrauch in Echtzeit zu messen. In der „Green Factory“ soll ein kreislauffähiger Produktionsbetrieb entstehen. Ziel ist es, Produktionsabfälle aus hochwertigen Metallen und Kunststoffen wieder zu verwenden.

Höchste Einzelförderung

In das Leuchtturmprojekt der Regionale 2025 Südwestfalen fließen voraussichtlich Fördermittel von Land und EU in Höhe von 22,4 Millionen Euro. Das ist die bislang größte Einzelförderung des Strukturförderprogramms. Beteiligt sind mehrere Lehrstühle und Institute der Universität Siegen und der RWTH Aachen sowie mehrere Unternehmen. 

„Bestehende Industriearchitektur mit modernen, kreislauffähigen Fertigungsprozessen zu kombinieren, ist ein zukunftsweisendes Modell. Gemeinsam mit unseren Partnern zeigen wir, wie ökologische Verantwortung und ökonomische Tragfähigkeit Hand in Hand gehen können – und dass nachhaltige Produktion real umsetzbar ist“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Burggräf von der Universität Siegen.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Politik / Wirtschaft, Wissenschaft"