Lunemann plädiert für Gesellschaftsjahr
In der Debatte um die Wehrpflicht hat sich der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Georg Lunemann, für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr ausgesprochen.
Sein Verband könne „aus dem Stand“ rund 500 Plätze für ein Gesellschaftsjahr anbieten, das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagen hatte. Zudem könne der LWL als Plattform für die Vermittlung agieren. Der Verband mit seinen 21.000 Beschäftigten betreibt unter anderem psychiatrische Kliniken und Jugendeinrichtungen in der Region.
Wertvolle Erfahrungen in der Bundeswehr
Lunemann bezieht sich auf persönliche Erfahrungen im Wehrdienst und in der Offizierslaufbahn: „Sicher kann ich nachvollziehen, dass Pflichten nicht angenehm sind. Ich habe aber als junger Mensch bei der Bundeswehr erlebt, wie so eine Zeit den Horizont erweitern kann, wie man sich mit Menschen auseinandersetzt, die völlig andere Lebensrealitäten haben. So kann aus der Pflicht nicht nur ein Gewinn für die Gesellschaft, sondern auch für den Einzelnen werden.“ Er sei sich sicher, dass auch viele junge Menschen für „ihre Pflicht als Staatsbürger ansprechbar“ seien.
wsp