„Mehrwert für ganz Westfalen-Lippe“
Die Eröffnung des Kulturzentrums Marschall 66 in Marl ist für 2027 geplant. Die Bauarbeiten für das Leuchtturmprojekt liegen im Zeitplan, hieß es bei der Übergabe eines Förderbescheids.
Mit 586.000 Euro unterstützt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Umbau der ehemaligen Hauptschule zu einem neuen Standort für das Skulpturenmuseum und die Stadtbibliothek. Konkret geht es um die Finanzierung von Licht- und Tontechnik sowie die Bestuhlung in einem Veranstaltungsraum. „Die Förderung hilft uns, gerade als finanzschwache Kommune, ungemein weiter, um durch und mit Marschall 66 das Skulpturenmuseum als Kultur-, Lern- und Erlebnisort sowie gesellschaftlichen Treffpunkt zu präsentieren. Vielen Dank für diese Zuwendung“, sagte Marls Bürgermeister Thomas Terhorst bei einem Baustellenbesuch mit LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann.

Museumsleiter Georg Elben (2. v. l.) und Claas Frein (4. v. l., Leiter des Amtes für Gebäudemanagement) erläutern beim Rundgang, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind und welche Pläne es für das Museum im Marschall 66 gibt. Foto: Stadt Marl / Pressestelle
„Marschall 66“ soll dem Skulpturenmuseum Marl im Vergleich zum alten Standort im Marler Rathaus 50 Prozent mehr Raum für Ausstellung bieten. Derzeit ist die Einrichtung in einem Übergangsquartier angesiedelt. Ab voraussichtlich 2027 will das Museum an seinem neuen Ort nicht nur hochkarätige Ausstellungen zeigen, sondern als lebendiger Kultur-, Bildungs- und Begegnungsort im Herzen der Stadt wirken. „Das zukunftsweisende Museumskonzept, das die Sammlungspräsentation sowie die unmittelbare Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern sowie einem vielfältigen Publikum vorsieht, bietet einen hohen Mehrwert für die Stadt Marl, die Region Ruhr und ganz Westfalen-Lippe“, sagte Lunemann in Marl.
Langer Streit um Baukosten
Der denkmalgerechte Umbau des Zentrums war in Marl lange umstritten. Erst nach langem politischen Ringen hatte der Stadtrat 2023 „grünes Licht“ für die Finanzprognose von insgesamt rund 22 Millionen Euro gegeben. Diese Schätzung soll eingehalten werden, hieß es in einem Bericht der Recklinghäuser Zeitung. Auch könnte es bereits im kommenden Jahr eine teilweise Eröffnung von „Marschall 66“ geben, schreibt die Zeitung. Die Stadt Marl wollte diesen Zeitplan nicht bestätigen. Geplant sei aktuell lediglich die Fertigstellung 2027, sagte ein Stadtsprecher.
aki, wsp