Eckehard Deichsel, Restaurator im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, hat die Grafiken von Dürer und Wierix in Szene gesetzt. Foto: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake
18.05.2020

Mini-Ausstellung mit Dürer

Das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake zeigt zur Wiedereröffnung nach der Corona-bedingten Schließphase eine Mini-Ausstellung mit Originalen von Albrecht Dürer.

In der Schau, die im Rahmen der Dauerausstellung gezeigt wird, sind einige der wertvollsten Grafiken des Museums zu sehen, verspricht Museumsdirektor Dr. Heiner Borggrefe. So zum Beispiel Dürers Kupferstiche „Bauern im Gespräch“, „Bauer und Frau“ oder auch „Verlobung Marias“. Sie zeigen, dass Dürer, der zu den bedeutendsten Vertretern der Renaissance zählte, mit besonders feinen Schraffuren arbeitete. Schon früh perfektionierte er die Kunstform des Kupferstichs.

Die Motive zeigen nur vordergründig alltägliche Szenen. Bei genauerem Hinschauen werden dem Betrachter die sozialkritischen Themen deutlich, die in den Details und Symbolen der Motive verborgen liegen.

Original oder Fälschung?

Präsentiert werden im Rahmen der Mini-Ausstellung auch drei Blätter des Kupferstechers Johann Wierix. Zu sehen sind „Maria und Kind – von Engeln gekrönt“, „Christus als Schmerzensmann“ und „Christus am Kreuz“. Wierix begann bereits im Alter von zwölf Jahren, Albrecht Dürers Werke zu kopieren und auch seine Signatur zu verwenden. Originale und Fälschungen sind kaum voneinander zu unterscheiden.

Die bedeutenden Werke Dürers befinden sich dank der finanziellen Unterstützung des Freundeskreises des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake sowie der Kulturinitiative „Frauen für Lemgo“ in der Grafik-Sammlung des Museums.

Weitere Infos finden Sie hier.

wsp

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