Auch als Elterntaxi bestens geeignet: Lastenräder. / Foto: Franziska von Schmelig, www.lastenrad-ms.de
14.02.2019

Münster unterstützt Anschaffung von Lastenrädern

Die Stadt Münster fördert von März an den Umstieg auf Lastenräder. Für Privatpersonen und Käufergemeinschaften übernimmt sie 30 Prozent des Kaufpreises bis zu einer Höchstförderung von 1000 Euro für elektrische Lastenräder.

„Unsere Mobilitätsangebote laden die Menschen dazu ein, das Auto stehen zu lassen und kürzere Wege bequem und praktisch auf dem Rad zurückzulegen“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Das vom Stadtrat beschlossene Paket beinhaltet außerdem eine Förderung für muskelbetriebene Lastenräder mit bis zu 500 Euro. Die Anschaffung von Lastenanhängern soll mit 100 Euro gefördert werden.

Insgesamt stellt die Stadt 200.000 Euro für 2019 zur Verfügung, teilt das Presseamt der Stadt mit. Die Förderung wird so lange ausgezahlt, bis die Jahressumme verbraucht ist. „Um noch mehr Menschen für den Umstieg zu gewinnen, sind richtungsweisende Entscheidungen wie diese und ein kreatives Umdenken für mehr Lebensqualität in der Stadt erforderlich“, so der Oberbürgermeister.

Landesförderung in NO2-belasteten Kommunen

Bisher werden in NRW vor allem Kommunen, Bürger und Unternehmen aus Städten mit Grenzwertüberschreitungen beim Stickstoffdioxid (NO2) bei einer Anschaffung von Lastenrädern unterstützt. In Westfalen sind das Bielefeld, Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Herne, Paderborn, Schwerte, Siegen und Witten. Seit Oktober vergangenen Jahres können bei der Bezirksregierung in Arnsberg von Kommunen, Privatpersonen und Unternehmen aus diesen Städten entsprechende Anträge gestellt werden.

Die Nachfrage in Arnsberg steigt, wie eine Pressesprecherin der Bezirksregierung auf Anfrage von WESTFALENSPIEGEL.de mitteilt. Demnach seien im vergangenen Jahr 275 Förderanträge für Lastenräder gestellt und 254 bewilligt worden. In den ersten Wochen dieses Jahres gingen bereits 207 Anträge ein, 120 Bescheide wurden ausgestellt.

jüb

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