Museum mit Seekuh
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist neuer Träger des Dobergmuseums in Bünde im Kreis Herford. Das geologisch-paläontologische Haus ist künftig eine Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde.
Der neue Leiter des Dobergmuseums Bünde, Dr. Marco Schade, stellte seine Vision für dieses Museum im Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe vor. „Das Dobergmuseum bleibt seinem bewährten Konzept treu, zugleich wollen wir die Attraktivität des Hauses durch verstärkte wissenschaftliche Aktivitäten weiter erhöhen“, sagte Schade. Vorangetrieben werden soll die Forschung am Doberg-Material, wie der „Bünder-Seekuh“, die vor rund 25 Millionen Jahren in dem Areal in Ostwestfalen lebte. Ihr Skelett wurde 1912 gefunden und ist eines der bekanntesten Ausstellungsstücke des Museums. „Zusätzlich entwickeln wir neue Ausstellungskonzepte und erhöhen die Sichtbarkeit, um die Attraktivität für Besuchende weiter zu steigern und noch mehr Menschen für die Erdgeschichte der Region zu begeistern“, kündigte Schade gegenüber Ausschussmitgliedern an.

Dr. Marco Schade. Foto: LWL/Steinweg
Schade ist promovierter Geologe mit Schwerpunkt auf Paläontologie. Er bringt vielfältige Erfahrungen aus Forschung, Museumspraxis und Wissenschaftskommunikation mit und leitet derzeit ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Forschungsprojekt zu Dinosauriern. Zuvor war er unter anderem als wissenschaftlicher Berater für Museen tätig und im Bereich Forschungsförderung aktiv. „Mit Dr. Marco Schade als neuen Leiter setzen wir auf frische Impulse und zugleich auf fachliche Kontinuität. Wie erfolgreich die neue Partnerschaft bereits funktioniert, zeigt die Sonderausstellung ‚Alleskönner Wald‘, die in Kooperation mit dem LWL-Museum für Naturkunde konzipiert wurde und seit Juli im Dobergmuseum zu sehen ist“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.
Gefördert wird das Dobergmuseum auch von der NRW-Stiftung.
wsp