„Dalí: Das endlose Rätsel“ – zu entdecken bei Phoenix des Lumières in Dortmund. Foto: Culturespaces Falko Wübbecke
07.02.2024

Neue Bilderwelten

Von Meisterwerken des Expressionismus bis zu surrealen Welten: Im Februar haben Kunstausstellungen eröffnet, die eine Entdeckung wert sind. 

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts machte sich eine Reihe von Künstlern auf, eine neue Kunst zu entwickeln. In der Abkehr von der bürgerlichen Gesellschaft wendeten sie sich vereinfachten Formen und starken Farben zu. Das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster widmet diesen Künstlergruppen die Ausstellung „Brücke zur geistigen Welt – Meisterwerke des Expressionismus“. Die Schau bietet mit rund 130 Gemälden, Grafiken und Skulpturen einen Überblick über den Deutschen Expressionismus. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Otto Dix, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner und August Macke – bis zum 12. Mai, weitere Informationen hier.

Mit „Dalí: Das endlose Rätsel“, „Gaudí: Architektur der Fantasie“ und „3 Movements“ präsentiert Phoenix des Lumières drei neue, immersive Ausstellungen in der ehemalige Gasgebläsehalle auf dem Gelände Phoenix-West in Dortmund. Im Mittelpunkt steht die Bilderwelt Salvador Dalís. Begleitet von Musik der Band Pink Floyd werden Gemälde wie „Die Beständigkeit der Erinnerung“ mit den weltberühmten, zerfließenden Uhren präsentiert. Eine dynamische Kurzausstellung zum spanischen Architekten Gaudí sowie zeitgenössischer Tanz unter dem Titel „3 Movements“ ergänzen die digitale Schau. Weitere Informationen hier.

Franz Marc, Ruhende Pferde, 1911-12, Farbholzschnitt

Franz Marc, Ruhende Pferde, 1911-12, Farbholzschnitt, zu sehen im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster 

Das Museum Marta Herford blickt in der Ausstellung „Annem işçi. Wer näht die roten Fahnen?“ auf die Arbeitsmigrantinnen, die in den 1960er und 70er Jahren in Deutschland in der Textilindustrie, aber auch in der Metallindustrie gearbeitet haben. Im Protest gegen Ausbeutung, Rassismus und Gewalt schlossen sich Arbeiterinnen aus Ländern wie Griechenland, Spanien, der Türkei, Jugoslawien und Italien zusammen. Das Museum Marta erzählt in einer Gruppenausstellung vom Zusammenschluss von Arbeiterinnen und Künstlerinnen. Ihr Aktivismus wurde von Poesie, Musik und bildender Kunst inspiriert und geleitet. Zu sehen bis zum 20. Mai, weitere Informationen hier.

Mit Joe Tilson verstarb vor Kurzem im Alter von 95 Jahren der letzte Vertreter der britischen Pop-Art. Das Osthaus Museum Hagen widmet ihm die Ausstellung „Passagen“ mit 80 Werken aus den frühen 1950er Jahren bis heute. Der Maler, Zeichner und Bildhauer setzte sich sozialkritisch mit dem rasanten technologischen Fortschritt sowie mit der ideologisierten Konsumwelt der Nachkriegsjahre auseinander. Später widmete er sich, neben den antiken Mythen und Heldenlegenden, den Dingen des Alltags und ihrer Erscheinung. Sein Stil ist unverkennbar – im Mittelpunkt seines Schaffens steht immer die Schönheit. Zu sehen bis zum 3. März, weitere Informationen hier.

Zu sehen im Kunstmuseum Ahlen: Jannes de Vries: Landschaft Zuidwolde. Foto: Groninger Museum

Zu sehen im Kunstmuseum Ahlen: Jannes de Vries: Landschaft Zuidwolde. Foto: Groninger Museum

Avantgarde in den Niederlanden – für diese Bewegung steht die 1918 in Groningen gegründete Künstlergruppe „De Ploeg“, zu deutsch: der Pflug. Die Mitglieder dachten und arbeiteten ohne traditionelle Hierarchien, alle künstlerischen Techniken und Themen standen gleichberechtigt nebeneinander. Gemeinsam wollten sie Groningen zu einem Zentrum der Moderne entwickeln. Das Kunstmuseum Ahlen spürt dieser Bewegung nach und präsentiert rund 100 Gemälde, Grafiken sowie Skulpturen und kunstgewerbliche Arbeiten. Zu sehen bis zum 2. Juni, weitere Informationen hier. Lesen Sie im WESTFALENSPIEL 02/2024 eine ausführliche Besprechung der Ausstellung.

aki, wsp

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