30.09.2010

Neue Funde: Rainer Maria Rilkes Briefe an westfälische Gutsbesitzerin Hertha Koenig

Westfalen (wh). Für Rainer Maria Rilke (1875 " 1926) war sie eine "fürsorgliche Mäzenatin" und "seelische Stütze": die westfälische Gutsbesitzerin und Autorin Hertha Koenig. Seine Dankbarkeit brachte der Lyriker in zahlreichen Briefen an seine Gönnerin zum Ausdruck. 52 der bislang weitestgehend unbekannten Schriftstücke liegen jetzt in einer neuen Edition vor, die der Westfalenspiegel in seiner Oktoberausgabe vorstellt.
"Rainer Maria Rilke. Briefe an Hertha Koenig 1914 " 1921", herausgegeben von Theo Neteler, beleuchtet nicht nur das freundschaftliche Verhältnis zwischen dem Autor und seiner Gönnerin, es offenbart auch das mäzenatische Engagement Hertha Koenigs.
Der persönliche Kontakt zwischen Rilke und seiner "verehrten Freundin" kam in Westfalen zustande. Die Gutsbesitzerin hatte den Dichter von Juli bis Oktober 1917 auf ihrem Gut Böckel in Rödinghausen bei Herford zu Gast. Der psychisch und gesundheitlich labile Rilke erhoffte sich von dem Besuch ein "wirkliches Aufathmen". Die erhoffte Regeneration blieb jedoch aus: "Die Landschaft hat hier nicht ganz das Befreiende für mich, das sie manchmal gegen ein bedrücktes Gemüt ausüben kann", schrieb er über seine westfälische Umgebung.

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