Die Universität Münster. Foto: pixelio
16.05.2019

Neue Graduiertenkollegs an Unis in Westfalen

Die Universitäten in Münster und Siegen können ein neues von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Graduiertenkolleg (GRK) einrichten. Auch die Ruhruniversität Bochum und die Technische Universität Dortmund sind an einem neuen Graduiertenkolleg beteiligt. 

An der Westfälischen Wilhelms Universität (WWU) in Münster erforscht das GRK die „Chemische Biologie von Ionenkanälen (Chembion)“. Ionenkanäle sind Proteine, die Poren in Zellmembranen bilden und so geladenen Teilchen den Durchtritt durch die Zellmembran ermöglichen, teilt die DFG mit. Dieser Prozess spiele etwa bei der Reizweiterleitung in Nervenzellen eine wichtige Rolle.

Das neue Graduiertenkolleg an Uni Münster werde von 13 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Fachbereichen Chemie und Pharmazie sowie Medizin getragen, so die WWU. „Wir kombinieren die molekulare Expertise aus der Pharmazie mit der Zellphysiologie, um mehr über Ionenkanäle als wichtige chemische Steuerungsinstrumente in Zellen, Geweben und Organen zu erfahren“, sagt Sprecher Prof. Dr. Bernard Wünsch vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie.

Soziale Hilfen und Regionale Ungleichheit

An der Universität Siegen geht es im neuen GRK „Zwischen AdressatInnensicht und Wirkungserwartung: Folgen sozialer Hilfen“ um die Erforschung zentraler Aspekte von sozialen Hilfen im Wohlfahrtsstaat. Dort sollen unter anderem langfristige Folgen dieser Unterstützung aus sozialpädagogischer, psychologischer und soziologischer Perspektive untersucht werden. Warum bestimmte Regionen wirtschaftlich abgehängt sind und bleiben, steht im Zentrum der Forschung des GRK „Regionale Ungleichheit und Wirtschaftspolitik“. Ab Oktober fördert die DFG das Kolleg an den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet insgesamt 13 neue Graduiertenkollegs ein. Die neuen GRK werden ab der zweiten Jahreshälfte 2019 zunächst viereinhalb Jahre lang mit insgesamt rund 65 Millionen Euro gefördert. Graduiertenkollegs bieten Doktoranden die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Aktuell fördert die DFG insgesamt 214 GRK.

wsp

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