Kurator Arne Reimann und Marion Freitag, Leiterin der Stabsstelle Kultur und Tourismus im Kreis Unna in der Ausstellung „Konrad Klapheck – Nicht von Menschenhand". Foto: Leonie Joost
19.11.2025

„Nicht von Menschenhand“

Das Museum Schloss Cappenberg in Selm präsentiert Maschinenbilder von Konrad Klapheck.

Die Ausstellung „Nicht von Menschenhand“ stellt vor allem Klaphecks berühmte Maschinenbilder vor, die den Düsseldorfer Künstler international bekannt machten. Darin zu sehen sind Alltagsobjekte wie Fahrräder, Nähmaschinen und Staubsauger als Sinnbilder einer technisierten Gesellschaft. Diese verfremdeten Apparate ohne erkennbare Funktion stehen symbolisch für kulturelle Rollen und Machtstrukturen. Klaphecks Malerei und Druckgrafik werfen damit wichtige Fragen zu Technik, Arbeit und Kontrolle auf – und sind in ihrer metaphorischen Überhöhung bis heute von beeindruckender Aktualität, heißt es vom Kreis Unna.

Schuhspanner mit menschlichen Zügen

Der „Maschinenmaler“ Konrad Klapheck (1935-2023) gilt als Klassiker der Nachkriegs-Aventgarde und als einer der wichtigsten Vertreter der gegenständlichen Malerei in Deutschland. Durch ihn erhielten Fahrradklingeln, Duschbrausen und sogar Schuhspanner menschliche Züge, hieß es anlässlich Klaphecks Tod in Nachrufen. Er nahm 1968 und 1977 an der Documenta in Kassel teil und wurde 1960 mit dem Großen Kunstpreis des Landes NRW ausgezeichnet.

Die Ausstellung zu Konrad Klapheck bildet den Abschluss des Themenjahres zur „Neuen Sachlichkeit“ im Museum Schloss Cappenberg und läuft bis zum 26. April 2026. Begleitend finden verschiedene Führungen, Vorträge und Diskussionen zum Verhältnis zwischen Mensch und Technik sowie kreative Workshops statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

wsp

Lesen Sie auch im Bereich "Kultur"